Pressebericht, Der unendlich lange Weg zum Spatenstich

Rolf Leonhardt am 8. November 2020 um 12:14
Sehr geehrter Herr Wagner
mit Interesse habe ich den Bericht vom Samstag ” Der unendlich lange Weg zum Spatenstich verfolgt.
Leider haben sie da unter der Rubrik “Fakten und Öffentlichkeitsbeteiligung” vergessen, das es neuerdings eine Arbeitsgruppe aus Hildboltsweier gibt ( http://www.ewg-og-hildboltsweier.de/engagement/arbeitskreis-autobahnzubringer-offenburg-sued/ ) die sich zusammen mit meiner im Jahre 2005 gegründeten BI ( http://www.proflog.de/wordpress/ ) gegen einen über den Flugplatz und das Naherholungsgebiet Königswald geführten und geplanten Autobahnzubringer kämpft.  Ebenso ist der Bund für Umwelt und die Offenburger Fliegergruppe dagegen. Die Bürgerinitiative hat dem Reg.Präs. Freiburg vor einem Jahr, 7000 Unterschriften für den Erhalt des Flugplatzes Offenburg übergeben.
Deshalb hat das Reg.Präs. den Arbeitsgruppen zugesagt, verschiedene Varianten zu prüfen.
Auch sollte man erwähnen, das es in der Vergangenheit versäumt wurde, das Nadelöhr B3/33 vom Autobahnzubringer auf vier Spuren zu erweitern und an die neue Trassenführung B33 anzubinden. Damit wäre der tägliche Stau ad acta gelegt.
Durch die derzeitige Klimaerwärmung usw. sollte man aber auch Mal erwähnen, ob es noch Sinn macht, eine solche Straße zu bauen. Da wäre der kleine Flugplatz in Offenburg erhaltenswert und das kleinere Übel.  Zudem ist der Landeplatz in sich ein Biotop.
Ich glaube auch deshalb zögert das Reg.Präs. Freiburg diese Planung auf zehn Jahre hinaus.

Schreiben an das Reg.Präs.Freiburg-Herrn Matthias Krause,

Rolf Leonhardt am 30. Oktober 2020 um 12:02

Sehr geehrter Herr Matthias Krause,

hier schicke ich Ihnen einen Bericht aus der Örtlichen Presse. Dieser Bericht regt zum Nachdenken an, auch ob wir neue Straßen und den von der Politik gewünschten Autobahnzubringer Offenburg Süd wirklich brauchen. Der Offenburger Flugplatz ist in sich ein geschlossenes Biotop, das Erhaltenswert ist. Durch die anstehenden Klimaveränderungen sollte sich das Reg.-Präs. Freiburg  in Sachen Umweltschutz positionieren und den geplanten Zubringer zu den Akten legen.

Stuttgart. Ältere erinnern sich vielleicht: an von Insekten verklebte Autofenster, an ein geschäftiges Summen und Brummen in knallbunten Wiesen. Alles so gut wie vorbei, warnen Vogelkundler und Insektenforscher und legen als Beleg eine neue Studie von der Schwäbischen Alb vor. Wissenschaftliche Zählungen hätten mit Blick auf die vergangenen 50 Jahre einen Rückgang der sogenannten wandernden Insekten auf der Schwäbischen Alb um bis zu 97 Prozent ergeben, sagte der Leiter der Forschungsstation Randecker Maar, Wulf Gatter, am Donnerstag.

„Was wir heute noch sehen, ist niederschmetternd“, sagte der Naturforscher weiter. Vor mehreren Jahrzehnten habe die Luft noch von Tausenden ziehender Schwebfliegen geflimmert. Heute dagegen lohne es sich nicht mehr, Fangreusen für Insekten aufzustellen.

Zuletzt hatte eine Studie des Entomologischen Vereins Krefeld (EVK) 2017 weltweit Aufsehen erregt. Nach dieser hat die Gesamtmasse der Fluginsekten in Teilen des Rheinlands in den vergangenen drei Jahrzehnten um mehr als 75 Prozent abgenommen. „Durch unsere Untersuchungen am Randecker Maar, die 20 Jahre früher begannen, wird dieses erschreckende Ergebnis nicht nur bestätigt, sondern leider weit übertroffen“, sagte Gatter.

Von einem ähnlichen Rückgang wie bei den Schwebfliegen seien auch die Waffenfliegen und Schlupfwespen betroffen. Das Ergebnis der Studie spiegele keineswegs nur die Insektenwelt rund um das Randecker Maar wider, sondern sei ein großräumiges Phänomen.

Lars Krogmann, Entomologe vom Naturkundemuseum in Stuttgart, warnte davor, die Folgen dieses Sterbens zu unterschätzen: „Je mehr Arten verschwinden, desto mehr gerät das Ökosystem aus den Fugen. Diese Bedrohung ist allgegenwärtig, sie ist permanent, und sie geht weiter zurück, als wir uns bewusst sein mögen.“ Die jüngste Studie verstärke alle bisherigen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zum Rückgang der Insekten.

Für die Studie zum Randecker Maar zählten ehrenamtliche Vogelkundler unter anderem seit 1970 viermal stündlich je eine Minute die südwärts ziehenden Schwebfliegen, deren Larven sich von Blattläusen und weiteren kleinen Insekten und Milben ernähren. „Der Vergleich der ersten fünf Jahre ab 1970 mit den Werten der Jahre zwischen 2014 und 2019 zeigt bei der größten und artenreichsten Gruppe einen Rückgang um 97 Prozent gegenüber den Ausgangswerten“, sagte Gatter. Bei den Waffenfliegen und Schlupfwespen liege der Rückgang im Zeitraum von 35 bis 40 Jahren bei 84 sowie 86 Prozent.

Mehr Überdüngung

Als Ursachen für den Trend gelten die industrielle Landwirtschaft, Pflanzenschutzmittel, die zunehmende Überdüngung und die Versiegelung, also der Flächenverbrauch durch neue Siedlungen, neue Gewerbegebiete und Straßen.

Der naturschutzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Markus Rösler, nannte das Ergebnis der Studie „einen katastrophalen Spiegel unseres menschlichen Umgangs mit der Natur“. Er forderte, das Monitoring dauerhaft im Haushalt abzusichern und den Naturschutzetat auf 150 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen. Für den Naturschutzbund Deutschland mahnte dessen Artenschutzreferent Martin Klatt: „Die Ergebnisse müssen uns als Gesellschaft wachrütteln.“ Das Land müsse seine Agrarförderprogramme ökologisch noch effektiver gestalten, forderte er.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) verwies darauf, dass das Land die Ausgaben für den Naturschutz seit 2011 auf mittlerweile über 100 Millionen mehr als verdreifacht habe. Die Kritik reichte er weiter an Berlin und Brüssel: „Wir sind auch auf die Unterstützung des Bundes und der EU angewiesen“, sagte er. Die Förderung müsse an ökologische Standards ausgerichtet und Landwirte für ökologisches Wirtschaften belohnt werden. „Nur so können wir erhalten, was uns am Leben hält“, sagte Untersteller. „Mit den Wespen und Hummeln können wir nicht verhandeln, sie sind von unseren Entscheidungen abhängig.“

Schreiben vom 05.09.20 an das Reg.-Präs. Freiburg und die Antwort……

Rolf Leonhardt am 14. Oktober 2020 um 08:57
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem wir nun die Antworten Feedback auf Fragen aus der ersten Dialogveranstaltung in Offenburg am 09.07.2019 bekommen haben, wollte die Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg  (http://www.proflog.de/wordpress/) anfragen, wann eine öffentliche Vorstellung der in den Planungen vorgestellten Varianten nun in der engeren Auswahl ist. Ursprünglich sollte das bis Mitte Juli abgewickelt sein. Über eine Nachricht würden wir uns sehr freuen.

Sehr geehrter Herr Leonhardt,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihre damit verbundene Frage

nach der nächsten öffentlichen Veranstaltung.

Wir haben die Verkehrsuntersuchung zwischenzeitlich nach einer Überarbeitung

bekommen. Diese wird nun geprüft und endabgestimmt.

Im Anschluss können wir in die weiteren Planungen einer öffentlichen Veranstaltung einsteigen. Dabei werden wir auch die Entwicklungen des Pandemiegeschehens berücksichtigen müssen.

Wir bitten insofern um Ihr Verständnis und etwas Geduld.

In jedem Fall werden wir Sie rechtzeitig über die weiteren Informationsmöglichkeiten informieren.

Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen nach Offenburg

Matthias Krause

Bürgerbeteiligung

Regierungspräsidium Freiburg

Abteilung 4 – Straßenwesen und Verkehr

Bissierstraße 7

79114 Freiburg

AK Autobahnzubringer-Süd: Ein klares Nein zur V4-Trasse

Rolf Leonhardt am 8. Februar 2020 um 19:07

Aus allen Fraktionen des Offenburger Gemeinderates seien am Dienstag Vertreter ins Jergerheim gekommen, um vom Arbeitskreis Autobahn-Südzubringer (AK) zu erfahren, warum sich die Bürger in Sachen Trassendiskussion so aktiv engagieren. Das berichtet der Arbeitskreis in einer Pressemitteilung.

Die Mitglieder des Arbeitskreises hätten in einer anschaulichen Bild-Präsentation verdeutlicht, welche vielfältigen Belastungen die sogenannte V4-Trasse für die Stadtteile Uffhofen, Hildboltsweier und Albersbösch sowie das rege Vereinsleben und auch für Freizeit und Erholungssuchende mit sich bringen würde.

Viele Lasten zu ertragen

Schon jetzt müssten die Bewohner dieser Stadtteile durch Autobahn, Südring, Bahntrasse und Bundesstraßen wachsende Lasten ertragen. „Weitere Beeinträchtigungen von Wohn- und Lebensqualität, zusätzliche Umweltbelastungen, Verlärmung eines liebgewonnenen Erholungsgebietes und die Beschneidung oder gar langfristiger Verlust des Flugplatzes werde man nicht hinnehmen“, so die Botschaft.

Ebenso wenig hinnehmbar seien die zusätzliche Lärmbelästigung sowie die Abgas- und Feinstaub-Emissionen, denen die circa ein Dutzend Vereine im Umfeld des Königswaldsees ausgesetzt wären, sollten sie dem direktem Einflussbereich einer dreispurigen V4 ausgesetzt werden. Laut AK sollte das Regierungspräsidium nicht nur über die Befürwortung der V4-Trasse durch den Hohberger Gemeinderat informiert sein, sondern auch darüber, „dass man hier genau diese Variante bekämpfen werde“.
Natürlich wisse man im AK, dass zur Grundlagenermittlung die verschiedenen Güter gegeneinander abgewogen werden müssten und eine Verkehrszählung weitere Hinweise für die Trassenermittlung erbringen solle. Man werde die Gewichtung der einzelnen Kriterien genau verfolgen.

Umso wichtiger sei es für den AK, „dass gerade diese Verkehrsuntersuchungen des Regierungspräsidiums öffentlich gemacht werden, um so ebenfalls eigene Schlüsse über mögliche sinnvolle Verkehrsführungen ziehen zu können“, heißt es abschließend.

Das sagt die BI „Pro Flugplatz“

Rolf Leonhardt am 8. Februar 2020 um 19:06

Im Rahmen des Treffens im Jergerheim hat die Bürgerinitiative „Pro Flugplatz Offenburg“ den Offenburger Stadträten auch ihre Argumente vorgestellt. Rolf Leonhardt übergab den anwesenden Räten ein Informationsblatt. In diesem sei nochmals verdeutlicht worden, dass durch den geplanten Autobahnzubringer in der Variante 4 der Flugplatz, das Naherholungsgebiet und der Königswald durchschnitten würden, wie Leonhardt selbst mitteilt. 7000 Unterschriften gegen den Zubringer V4 seien an das Regierungspräsidium Freiburg übergeben worden.
Leonhardts Meinung nach war der Ausbau der B33 auf vier Spuren eine Fehlplanung. Denn es habe die Möglichkeit gegeben, die Neubautrasse B33 als „Binkert-Variante“ zwischen Zunsweier und Elgersweier zu verlegen. Mit dieser Trasse hätte man das Industriegebiet Elgersweier sowie das Gewerbegebiet Hoch drei „problemlos anbinden können“.
In vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und den damaligen Stadträten habe die BI gefordert, den Flugplatz zu erhalten, so Leonhardt.
Zudem habe er daran erinnert, dass früher „zwei hochwertige Flugwerften“ am Flugplatz ansässig waren, aber durch die Schließung im Jahr 1996 zugunsten des Lahrer Flugplatzes keine Zukunftsaussichten mehr gehabt hätten. „Beide Werften hatten international einen sehr guten Ruf“, so Leonhardt.
Er plädierte nochmals an die Stadträte, die Infrastruktur am Offenburger Flugplatz nicht durch die geplante V4-Trasse „unwiederbringlich zu zerstören“. Zudem würden „wertvolles Gelände und der angrenzende Wald, in sich ein schutzwürdiges Biotop, für immer zerstört“.

Veröffentlichung von Antworten auf Feedback // Dialogveranstaltung vom 9. Juli 2019 in Offenburg

Rolf Leonhardt am 30. Dezember 2019 um 13:03
an

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Regierungspräsidium Freiburg hat am 9. Juli 2019 bei der Dialogveranstaltung zum geplanten „B33 Autobahnzubringer Offenburg-Süd“ über die aktuellen Planungen informiert und die Anregungen der Bürgerschaft entgegengenommen.

Bei der Veranstaltung in der Reithalle in Offenburg wurde Ihnen zugesichert, dass die eingegangenen Anregungen bis zum Ende des Jahres überprüft und gegebenenfalls erste Antworten veröffentlicht werden.

Dem kommt das Regierungspräsidium nun nach.

Sie finden das Dokument auf der Projekthomepage des Regierungspräsidiums unter dem Link:

https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/Abt4/Ref44/B33-Autobahnzubringer-Offenburg/Seiten/Bürgerbeteiligung.aspx

bitte Klicken sie auf den Link rechts im Feld unter “Links Tabelle Reg.Präs.Freiburg”

Nach wie vor ist das Projektteam erreichbar unter der Mailadresse B33-OG@rpf.bwl.de.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Matthias Krause



ARBEITSKREIS Autobahnzubringer-Süd

Rolf Leonhardt am 26. Dezember 2019 um 12:05

Sehr geehrte Herren Fraktionsvorsitzende,                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Offenburg, 22.12.2019

Sehr geehrte Mitglieder des Verkehrsausschußes,

Die Mitglieder des Arbeitskreises  „Autobahnzubringer OG-Süd“ laden Sie zu einem Austausch der Argumente und Positionen zur Frage des Autobahnzubringers Süd am Di, 4. Feb. 2020 um 18 h ins Jergerheim (Hildboltsweier, Tulpenweg 16) ein.
Nun, da sich der  Gemeinderat (GR) und seine Ausschüsse in diesem Jahr neu gebildet haben, können wir nicht einschätzen, inwieweit die neuen Mitglieder über die jahrelangen Auseinandersetzungen in Sache Südzubringer-Trasse informiert sind. Wir halten es darum für wichtig, auch mit Ihnen wieder ins Gespräch zu kommen.
Weit vor 2014, aber ab dort als fester AK, setzten sich Bürger aus den südwestlichen Stadtteilen mit den Trassenvorschlägen zur Autobahn-Anbindung des Kinzigtals, Offenburgs und der südlich gelegenen Gemeinden auseinander.
Während der vorige GR von Offenburg auf unsere Argumente hin zumindest die Vorzugswürdigkeit der „V4“-Trasse gestrichen hat, verkündet Hohbergs Bürgermeister genau diese Trasse in einem Neubeschluss seines GR als die einzig vernünftige Lösung, allenfalls sei noch die „V0“ als möglich Variante denkbar.  Dies teilte er dem Regierungspräsidium Freiburg (RP) und der Presseöffentlichkeit entsprechend mit.
Der AK vertritt hingegen aus diversen Gründen die Position, dass eine solche Variante der Bevölkerung Uffhofens, Hildboltsweiers und Albersböschs nicht zuzumuten sei. Vielmehr dürfe eine Trasse nur südlich des Königswaldes verlaufen.
Wir erwarten, dass auch der neue GR, obgleich die Verkehrsauswertung noch nicht abgeschlossen scheint, eine klare Position für seine Bürger einnimmt und sich auch so dem RP gegenüber positioniert.
Über einen regen Informations- und Argumente-Austausch im Februar würden wir uns freuen und verbleiben mit freundlichen Grüßen sowie  den besten Wünschen zu besinnlichen Weihnachten  und einem guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Anschreiben Herr Bäuerle “AK-Südzubringer” an die Stadtverwaltung Offenburg

Rolf Leonhardt am 5. Dezember 2019 um 10:13

Sehr geehrter Herr Walther,

sehr geehrter Herr Kolks,

Nachdem nun wegen der Verkehrserfassung zum Südzubringer im Umkreis von Offenburg schon etliche Verkehrsbeobachtungen und Zählungen durchgeführt wurden,
bitten wir, zu den durchgeführten Maßnahmen die entsprechenden Daten zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Wo, an welchen Tagen, zu welchen Zeiten und in welche Richtungen gezählt wurde.
Vermutlich wurde auch zwischen PKW und LKW/Transportern unterschieden. Auch diese Differenzierung würde uns interessieren.

Bitte teilen Sie uns mit, ab wann wir Zugang zu diesen Ergebnissen bekommen.

Eine weitere Frage beschäftigt uns in diesem Zusammenhang:

Inwieweit werden zu diesem Thema auch weitere Überlegungen der Verkehrslenkung durchgeführt, um den Straßenverkehr zu reduzieren?

Fließen Überlegungen mit ein, wie durch weitere Bahnhalte im Nahverkehr Menschen zur stärkeren Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gewonnen werden können?
Gibt es Überlegungen, wie sich bessere Bustaktungen und günstigere Tarife auf das Umsteigen der Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel auswirken würden?

Welche Verbesserungen im Radverkehrsnetz könnten sich ebenfalls positiv auf den Verkehr auswirken?
Wie würde sich ein geplantes Güterverkehrszentrum Lahr auf die Verkehrsströme auswirken?
Würde sich ein Anteil des südlichen Verkehrs möglicherweise gar nicht mehr auf die Autobahn bei OG begeben, sondern sich Richtung Verladebasis in Lahr verlagern?

Da diese Faktoren den künftigen Verkehr wesentlich mit beeinflussen, braucht es diesbezüglich langfristig vorausschauendes politisches Denken.

Den Verkehr nach heutiger Lage für die kommenden Jahre „nur“ hochzurechnen und danach Straßen für immer mehr Autoverkehr zu planen,
würde den dringenden Klimaproblemen mit der Notwendigkeit zur CO2 -Reduzierung und ernsthaften Anstrengungen zur Verhinderung einer ständig steigenden Erderwärmung nicht mehr gerecht!

Bitte teilen Sie uns auch mit, inwieweit solche Überlegungen Ihre Planungen einer AB-Trasse mit beeinflussen.

Hohberg hält an der V4-Trassenvariante fest

Rolf Leonhardt am 16. Oktober 2019 um 09:24

HOHBERG/OFFENBURG. Der Dauerbrenner Autobahnzubringer/Autobahnausfahrt Offenburg-Süd war am Montagabend erneut Thema in der Sitzung des Hohberger Gemeinderats. Dieser erklärte nach Ende der Debatte mit einem einstimmigen Beschluss die Variante V4 zur favorisierten Trasse der Gemeinde Hohberg. Auf Anregung der einzelnen Fraktionssprecher wird die Prüfung der Variante V0 – eine Trassenführung vom Offenburger Ei über den bestehenden Autobahnzubringer (Bundesstraße 33a) – in die Stellungnahme der Gemeinde gegenüber dem Regierungspräsidium Freiburg aufgenommen.

Die im Flächennutzungsplan als “Freihaltetrasse Südzubringer” ausgewiesene V4-Trasse ist im Jahr 2001 von allen am Interkommunalen Gewerbegebiet “Hoch 3″ beteiligten Gemeinden sowie in der Verwaltungsgemeinschaft von Offenburg einstimmig als für die weitere Entwicklung von “Hoch 3″ favorisierte Variante festgelegt worden. Weil diese V4-Trasse vor allem in der Bevölkerung der Offenburger Stadtteile Albersbösch, Uffhofen und Hildboltsweier auf Ablehnung gestoßen ist, hat der Gemeinderat Offenburg entschieden, die V4-Variante nicht mehr zu favorisieren.

Aus Hohberger Sicht hat die Variante jedoch den großen Vorteil, dass sie den auf Gemarkung Hohberg liegenden Königswald nicht durchschneidet. Auch würde mit dieser Trasse ein ausreichender Abstand zur Wohnbebauung in den Offenburger Siedlungsgebieten gewahrt, zudem könnten die dortigen Schrebergärten weitgehend gesichert werden. Aus Sicht der Gemeinde Hohberg beschränkt sich die V4-Variante auf den Bereich der Gemarkungsgrenze, eine weitere Zerschneidung des dortigen Gewanns könnte vermieden werden. Auch blieben der Gemeinde ausreichend Freiräume für künftige Planungen. Sämtliche bauleitplanerischen Aktivitäten seien auf diese Variante ausgerichtet worden, so die weitere Begründung der Verwaltung, die vom Gemeinderat Hohberg gestützt wird.

Eine von der Verwaltung als sinnvolle Kombination zusätzlich ins Spiel gebrachte – in der Planung bisher noch nicht eingestellte – Alternative 4a, die eine von der Variante V4 abgehende Querspange auf die Variante V1 vorsieht, fand keine Zustimmung. Mit dieser Alternative könnte die Gesamtstrecke der Variante V4 erheblich verkürzt werden. Allerdings würde dadurch der Königswald mit seinem 80 bis 100 Jahre alten Baumbestand durchschnitten. Für die Gemeinderäte ein unverhältnismäßig hoher Geländeverbrauch, der zudem die Ausweisung von Ausgleichsflächen erfordern würde.

Vor allem in Form von Aufforstungen würden diese Flächen viel zu lange brauchen, um den Eingriff in die Natur in etwa wieder auszugleichen, so der Tenor im Gemeinderat, der die Variante V 4a einstimmig abgelehnt hat. Die Verwaltung ist vom Gemeinderat mit einem einstimmig gefassten Beschluss ermächtigt worden, die Anwaltskanzlei Dohle & Simon mit der Wahrnehmung der Interessen der Gemeinde Hohberg zu beauftragen.

Der “Offenburger Arbeitskreis Autobahnzubringer-Süd” hat neuerdings auch einen Katalog mit eigenen Forderungen erarbeitet: Er verlangt, dass auch ein Tunnel geprüft wird. Das Regierungspräsidium Freiburg hat vor wenigen Monaten mit der Planung des Autobahnzubringers begonnen.
Quelle: Bad.Zeitung Reiner Beschorner178362190-h-720

Flugplatz Offenburg, Logistikzentrum für die Messe Offenburg

Rolf Leonhardt am 4. Oktober 2019 um 11:34