Schreiben vom 05.09.20 an das Reg.-Präs. Freiburg und die Antwort……

Rolf Leonhardt am 14. Oktober 2020 um 08:57
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem wir nun die Antworten Feedback auf Fragen aus der ersten Dialogveranstaltung in Offenburg am 09.07.2019 bekommen haben, wollte die Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg  (http://www.proflog.de/wordpress/) anfragen, wann eine öffentliche Vorstellung der in den Planungen vorgestellten Varianten nun in der engeren Auswahl ist. Ursprünglich sollte das bis Mitte Juli abgewickelt sein. Über eine Nachricht würden wir uns sehr freuen.

Sehr geehrter Herr Leonhardt,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihre damit verbundene Frage

nach der nächsten öffentlichen Veranstaltung.

Wir haben die Verkehrsuntersuchung zwischenzeitlich nach einer Überarbeitung

bekommen. Diese wird nun geprüft und endabgestimmt.

Im Anschluss können wir in die weiteren Planungen einer öffentlichen Veranstaltung einsteigen. Dabei werden wir auch die Entwicklungen des Pandemiegeschehens berücksichtigen müssen.

Wir bitten insofern um Ihr Verständnis und etwas Geduld.

In jedem Fall werden wir Sie rechtzeitig über die weiteren Informationsmöglichkeiten informieren.

Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen nach Offenburg

Matthias Krause

Bürgerbeteiligung

Regierungspräsidium Freiburg

Abteilung 4 – Straßenwesen und Verkehr

Bissierstraße 7

79114 Freiburg

AK Autobahnzubringer-Süd: Ein klares Nein zur V4-Trasse

Rolf Leonhardt am 8. Februar 2020 um 19:07

Aus allen Fraktionen des Offenburger Gemeinderates seien am Dienstag Vertreter ins Jergerheim gekommen, um vom Arbeitskreis Autobahn-Südzubringer (AK) zu erfahren, warum sich die Bürger in Sachen Trassendiskussion so aktiv engagieren. Das berichtet der Arbeitskreis in einer Pressemitteilung.

Die Mitglieder des Arbeitskreises hätten in einer anschaulichen Bild-Präsentation verdeutlicht, welche vielfältigen Belastungen die sogenannte V4-Trasse für die Stadtteile Uffhofen, Hildboltsweier und Albersbösch sowie das rege Vereinsleben und auch für Freizeit und Erholungssuchende mit sich bringen würde.

Viele Lasten zu ertragen

Schon jetzt müssten die Bewohner dieser Stadtteile durch Autobahn, Südring, Bahntrasse und Bundesstraßen wachsende Lasten ertragen. „Weitere Beeinträchtigungen von Wohn- und Lebensqualität, zusätzliche Umweltbelastungen, Verlärmung eines liebgewonnenen Erholungsgebietes und die Beschneidung oder gar langfristiger Verlust des Flugplatzes werde man nicht hinnehmen“, so die Botschaft.

Ebenso wenig hinnehmbar seien die zusätzliche Lärmbelästigung sowie die Abgas- und Feinstaub-Emissionen, denen die circa ein Dutzend Vereine im Umfeld des Königswaldsees ausgesetzt wären, sollten sie dem direktem Einflussbereich einer dreispurigen V4 ausgesetzt werden. Laut AK sollte das Regierungspräsidium nicht nur über die Befürwortung der V4-Trasse durch den Hohberger Gemeinderat informiert sein, sondern auch darüber, „dass man hier genau diese Variante bekämpfen werde“.
Natürlich wisse man im AK, dass zur Grundlagenermittlung die verschiedenen Güter gegeneinander abgewogen werden müssten und eine Verkehrszählung weitere Hinweise für die Trassenermittlung erbringen solle. Man werde die Gewichtung der einzelnen Kriterien genau verfolgen.

Umso wichtiger sei es für den AK, „dass gerade diese Verkehrsuntersuchungen des Regierungspräsidiums öffentlich gemacht werden, um so ebenfalls eigene Schlüsse über mögliche sinnvolle Verkehrsführungen ziehen zu können“, heißt es abschließend.

Das sagt die BI „Pro Flugplatz“

Rolf Leonhardt am 8. Februar 2020 um 19:06

Im Rahmen des Treffens im Jergerheim hat die Bürgerinitiative „Pro Flugplatz Offenburg“ den Offenburger Stadträten auch ihre Argumente vorgestellt. Rolf Leonhardt übergab den anwesenden Räten ein Informationsblatt. In diesem sei nochmals verdeutlicht worden, dass durch den geplanten Autobahnzubringer in der Variante 4 der Flugplatz, das Naherholungsgebiet und der Königswald durchschnitten würden, wie Leonhardt selbst mitteilt. 7000 Unterschriften gegen den Zubringer V4 seien an das Regierungspräsidium Freiburg übergeben worden.
Leonhardts Meinung nach war der Ausbau der B33 auf vier Spuren eine Fehlplanung. Denn es habe die Möglichkeit gegeben, die Neubautrasse B33 als „Binkert-Variante“ zwischen Zunsweier und Elgersweier zu verlegen. Mit dieser Trasse hätte man das Industriegebiet Elgersweier sowie das Gewerbegebiet Hoch drei „problemlos anbinden können“.
In vielen Gesprächen mit der Stadtverwaltung und den damaligen Stadträten habe die BI gefordert, den Flugplatz zu erhalten, so Leonhardt.
Zudem habe er daran erinnert, dass früher „zwei hochwertige Flugwerften“ am Flugplatz ansässig waren, aber durch die Schließung im Jahr 1996 zugunsten des Lahrer Flugplatzes keine Zukunftsaussichten mehr gehabt hätten. „Beide Werften hatten international einen sehr guten Ruf“, so Leonhardt.
Er plädierte nochmals an die Stadträte, die Infrastruktur am Offenburger Flugplatz nicht durch die geplante V4-Trasse „unwiederbringlich zu zerstören“. Zudem würden „wertvolles Gelände und der angrenzende Wald, in sich ein schutzwürdiges Biotop, für immer zerstört“.

Veröffentlichung von Antworten auf Feedback // Dialogveranstaltung vom 9. Juli 2019 in Offenburg

Rolf Leonhardt am 30. Dezember 2019 um 13:03
an

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Regierungspräsidium Freiburg hat am 9. Juli 2019 bei der Dialogveranstaltung zum geplanten „B33 Autobahnzubringer Offenburg-Süd“ über die aktuellen Planungen informiert und die Anregungen der Bürgerschaft entgegengenommen.

Bei der Veranstaltung in der Reithalle in Offenburg wurde Ihnen zugesichert, dass die eingegangenen Anregungen bis zum Ende des Jahres überprüft und gegebenenfalls erste Antworten veröffentlicht werden.

Dem kommt das Regierungspräsidium nun nach.

Sie finden das Dokument auf der Projekthomepage des Regierungspräsidiums unter dem Link:

https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf/Abt4/Ref44/B33-Autobahnzubringer-Offenburg/Seiten/Bürgerbeteiligung.aspx

bitte Klicken sie auf den Link rechts im Feld unter “Links Tabelle Reg.Präs.Freiburg”

Nach wie vor ist das Projektteam erreichbar unter der Mailadresse B33-OG@rpf.bwl.de.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Matthias Krause



ARBEITSKREIS Autobahnzubringer-Süd

Rolf Leonhardt am 26. Dezember 2019 um 12:05

Sehr geehrte Herren Fraktionsvorsitzende,                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Offenburg, 22.12.2019

Sehr geehrte Mitglieder des Verkehrsausschußes,

Die Mitglieder des Arbeitskreises  „Autobahnzubringer OG-Süd“ laden Sie zu einem Austausch der Argumente und Positionen zur Frage des Autobahnzubringers Süd am Di, 4. Feb. 2020 um 18 h ins Jergerheim (Hildboltsweier, Tulpenweg 16) ein.
Nun, da sich der  Gemeinderat (GR) und seine Ausschüsse in diesem Jahr neu gebildet haben, können wir nicht einschätzen, inwieweit die neuen Mitglieder über die jahrelangen Auseinandersetzungen in Sache Südzubringer-Trasse informiert sind. Wir halten es darum für wichtig, auch mit Ihnen wieder ins Gespräch zu kommen.
Weit vor 2014, aber ab dort als fester AK, setzten sich Bürger aus den südwestlichen Stadtteilen mit den Trassenvorschlägen zur Autobahn-Anbindung des Kinzigtals, Offenburgs und der südlich gelegenen Gemeinden auseinander.
Während der vorige GR von Offenburg auf unsere Argumente hin zumindest die Vorzugswürdigkeit der „V4“-Trasse gestrichen hat, verkündet Hohbergs Bürgermeister genau diese Trasse in einem Neubeschluss seines GR als die einzig vernünftige Lösung, allenfalls sei noch die „V0“ als möglich Variante denkbar.  Dies teilte er dem Regierungspräsidium Freiburg (RP) und der Presseöffentlichkeit entsprechend mit.
Der AK vertritt hingegen aus diversen Gründen die Position, dass eine solche Variante der Bevölkerung Uffhofens, Hildboltsweiers und Albersböschs nicht zuzumuten sei. Vielmehr dürfe eine Trasse nur südlich des Königswaldes verlaufen.
Wir erwarten, dass auch der neue GR, obgleich die Verkehrsauswertung noch nicht abgeschlossen scheint, eine klare Position für seine Bürger einnimmt und sich auch so dem RP gegenüber positioniert.
Über einen regen Informations- und Argumente-Austausch im Februar würden wir uns freuen und verbleiben mit freundlichen Grüßen sowie  den besten Wünschen zu besinnlichen Weihnachten  und einem guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Anschreiben Herr Bäuerle “AK-Südzubringer” an die Stadtverwaltung Offenburg

Rolf Leonhardt am 5. Dezember 2019 um 10:13

Sehr geehrter Herr Walther,

sehr geehrter Herr Kolks,

Nachdem nun wegen der Verkehrserfassung zum Südzubringer im Umkreis von Offenburg schon etliche Verkehrsbeobachtungen und Zählungen durchgeführt wurden,
bitten wir, zu den durchgeführten Maßnahmen die entsprechenden Daten zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Wo, an welchen Tagen, zu welchen Zeiten und in welche Richtungen gezählt wurde.
Vermutlich wurde auch zwischen PKW und LKW/Transportern unterschieden. Auch diese Differenzierung würde uns interessieren.

Bitte teilen Sie uns mit, ab wann wir Zugang zu diesen Ergebnissen bekommen.

Eine weitere Frage beschäftigt uns in diesem Zusammenhang:

Inwieweit werden zu diesem Thema auch weitere Überlegungen der Verkehrslenkung durchgeführt, um den Straßenverkehr zu reduzieren?

Fließen Überlegungen mit ein, wie durch weitere Bahnhalte im Nahverkehr Menschen zur stärkeren Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gewonnen werden können?
Gibt es Überlegungen, wie sich bessere Bustaktungen und günstigere Tarife auf das Umsteigen der Menschen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel auswirken würden?

Welche Verbesserungen im Radverkehrsnetz könnten sich ebenfalls positiv auf den Verkehr auswirken?
Wie würde sich ein geplantes Güterverkehrszentrum Lahr auf die Verkehrsströme auswirken?
Würde sich ein Anteil des südlichen Verkehrs möglicherweise gar nicht mehr auf die Autobahn bei OG begeben, sondern sich Richtung Verladebasis in Lahr verlagern?

Da diese Faktoren den künftigen Verkehr wesentlich mit beeinflussen, braucht es diesbezüglich langfristig vorausschauendes politisches Denken.

Den Verkehr nach heutiger Lage für die kommenden Jahre „nur“ hochzurechnen und danach Straßen für immer mehr Autoverkehr zu planen,
würde den dringenden Klimaproblemen mit der Notwendigkeit zur CO2 -Reduzierung und ernsthaften Anstrengungen zur Verhinderung einer ständig steigenden Erderwärmung nicht mehr gerecht!

Bitte teilen Sie uns auch mit, inwieweit solche Überlegungen Ihre Planungen einer AB-Trasse mit beeinflussen.

Hohberg hält an der V4-Trassenvariante fest

Rolf Leonhardt am 16. Oktober 2019 um 09:24

HOHBERG/OFFENBURG. Der Dauerbrenner Autobahnzubringer/Autobahnausfahrt Offenburg-Süd war am Montagabend erneut Thema in der Sitzung des Hohberger Gemeinderats. Dieser erklärte nach Ende der Debatte mit einem einstimmigen Beschluss die Variante V4 zur favorisierten Trasse der Gemeinde Hohberg. Auf Anregung der einzelnen Fraktionssprecher wird die Prüfung der Variante V0 – eine Trassenführung vom Offenburger Ei über den bestehenden Autobahnzubringer (Bundesstraße 33a) – in die Stellungnahme der Gemeinde gegenüber dem Regierungspräsidium Freiburg aufgenommen.

Die im Flächennutzungsplan als “Freihaltetrasse Südzubringer” ausgewiesene V4-Trasse ist im Jahr 2001 von allen am Interkommunalen Gewerbegebiet “Hoch 3″ beteiligten Gemeinden sowie in der Verwaltungsgemeinschaft von Offenburg einstimmig als für die weitere Entwicklung von “Hoch 3″ favorisierte Variante festgelegt worden. Weil diese V4-Trasse vor allem in der Bevölkerung der Offenburger Stadtteile Albersbösch, Uffhofen und Hildboltsweier auf Ablehnung gestoßen ist, hat der Gemeinderat Offenburg entschieden, die V4-Variante nicht mehr zu favorisieren.

Aus Hohberger Sicht hat die Variante jedoch den großen Vorteil, dass sie den auf Gemarkung Hohberg liegenden Königswald nicht durchschneidet. Auch würde mit dieser Trasse ein ausreichender Abstand zur Wohnbebauung in den Offenburger Siedlungsgebieten gewahrt, zudem könnten die dortigen Schrebergärten weitgehend gesichert werden. Aus Sicht der Gemeinde Hohberg beschränkt sich die V4-Variante auf den Bereich der Gemarkungsgrenze, eine weitere Zerschneidung des dortigen Gewanns könnte vermieden werden. Auch blieben der Gemeinde ausreichend Freiräume für künftige Planungen. Sämtliche bauleitplanerischen Aktivitäten seien auf diese Variante ausgerichtet worden, so die weitere Begründung der Verwaltung, die vom Gemeinderat Hohberg gestützt wird.

Eine von der Verwaltung als sinnvolle Kombination zusätzlich ins Spiel gebrachte – in der Planung bisher noch nicht eingestellte – Alternative 4a, die eine von der Variante V4 abgehende Querspange auf die Variante V1 vorsieht, fand keine Zustimmung. Mit dieser Alternative könnte die Gesamtstrecke der Variante V4 erheblich verkürzt werden. Allerdings würde dadurch der Königswald mit seinem 80 bis 100 Jahre alten Baumbestand durchschnitten. Für die Gemeinderäte ein unverhältnismäßig hoher Geländeverbrauch, der zudem die Ausweisung von Ausgleichsflächen erfordern würde.

Vor allem in Form von Aufforstungen würden diese Flächen viel zu lange brauchen, um den Eingriff in die Natur in etwa wieder auszugleichen, so der Tenor im Gemeinderat, der die Variante V 4a einstimmig abgelehnt hat. Die Verwaltung ist vom Gemeinderat mit einem einstimmig gefassten Beschluss ermächtigt worden, die Anwaltskanzlei Dohle & Simon mit der Wahrnehmung der Interessen der Gemeinde Hohberg zu beauftragen.

Der “Offenburger Arbeitskreis Autobahnzubringer-Süd” hat neuerdings auch einen Katalog mit eigenen Forderungen erarbeitet: Er verlangt, dass auch ein Tunnel geprüft wird. Das Regierungspräsidium Freiburg hat vor wenigen Monaten mit der Planung des Autobahnzubringers begonnen.
Quelle: Bad.Zeitung Reiner Beschorner178362190-h-720

Flugplatz Offenburg, Logistikzentrum für die Messe Offenburg

Rolf Leonhardt am 4. Oktober 2019 um 11:34

Südzubringer - Übergabe Unterschriftenliste gegen die Variante “V4″ an das RP Freiburg

Rolf Leonhardt am 28. August 2019 um 15:00

Marco.Pastorini@offenburg.de

Di., 27. Aug., 11:29 (vor 1 Tag)

an mich; Oliver.Martini; Thilo.Becker

Sehr geehrter Herr Leonhardt,

Bei der Bürgerveranstaltung des Regierungspräsidiums zum Südzubringer haben Sie Herrn Bürgermeister Martini gebeten, die Unterschriftenliste gegen die Variante „V4“ an das Regierungspräsidium zu übergeben. Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, das die Übergabe inzwischen erfolgt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Pastorini

Stadt Offenburg

FB Tiefbau und Verkehr

Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung

Wilhelmstraße 12

D-77654 Offenburg

Der BUND lehnt einen A 5-Südzubringer für Offenburg klar ab. Bericht ,BZ-Redaktion Helmut Seller

Rolf Leonhardt am 22. August 2019 um 14:19

Stattdessen wird eine intelligente Verkehrswende mit Verkehrsvermeidung sowie Verlagerung auf Fuß- und Radverkehr, ÖPNV und Schiene gefordert. Werde an der Planung festgehalten, so dürfe es keine Neuzerschneidung wertvoller Flächen geben.

Fraglicher Nutzen

Bund und Länder, Kreise und Kommunen hätten derzeit enorm wichtige Aufgaben zu bewältigen, schreibt Petra Rumpel, Geschäftsführerin des Umweltzentrums in Offenburg: “Dazu zählen vor allem ein wirksamer Klimaschutz, Eindämmung der Flächenneuversiegelung und Maßnahmen zum Artenschutz und dem Erhalt der Biologischen Vielfalt sowie für eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft.” Der Straßenneubau gehöre nicht dazu, meint der BUND in der Region.

Seit Jahrzehnten werde versucht, den zunehmenden motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie den Schwerlastverkehr durch den Bau neuer und mehrspuriger Straßen in den Griff zu bekommen, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung. Dabei zeige die Erfahrung, dass nach kurzer Zeit sowohl die neue, als auch die alte Strecke wieder überlastet seien: “Straßenbau ist letztlich der Versuch, eine Überschwemmung mit Wasser wegspülen zu wollen”, bringt es Stefan Kamm, langjähriges Vorstandsmitglied beim BUND-Umweltzentrum, auf den Punkt.

Furcht vor mehr Verkehr

Die vorgelegten Varianten sieht der BUND allesamt als Magneten für neuen Verkehr mit all seinen negativen Folgen wie Abgase und Verlärmung. Außerdem sei der Straßenneubau in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens ein Schritt in die falsche Richtung und “völlig aus der Zeit gefallen”.

Der BUND befürchtet auch, dass durch die schwerpunktmäßige Bevorzugung von Varianten, die nah beim Gewerbepark Hochdrei liegen, zusätzliche Anbindungen für Industrie- und Gewerbeneuansiedlungen geschaffen werden sollen. Diese würden weiteren Flächenverbrauch und Straßenverkehr nach sich ziehen.

“Die Begründung, dass die B 33 ja bereits vierspurig ausgebaut ist und dadurch das Offenburger Nadelöhr umso dringender beseitigt werden muss, ist in unseren Augen sehr fadenscheinig, da das Problem sehenden Auges selbst erzeugt wurde”, heißt es in der Erklärung. Der BUND habe sich vor Jahren gegen diesen Ausbau ausgesprochen – unter anderem deshalb, weil er den Verkehr nur noch schneller zu der Engstelle hinführt.

Klimakrise spitzt sich zu

In Zeiten des Klimawandels ist der Ausbau von Straßen ein Schritt in die falsche Richtung. Bei der Dauer des Planungsverfahrens sei zu befürchten, dass sich die Klimakrise bis zur Bauphase schon so weit zugespitzt habe, dass die Pläne gar nicht mehr umgesetzt werden.

Zu Recht würde man dann eine Verschwendung von Steuergeldern für Planung von Straßenbauprojekten beklagen, wenn die Gelder dringend benötigt werden, um den Klimawandel zumindest zu bremsen und Anpassungsmaßnahmen durchzuführen. Die momentan vorgesehenen Varianten seien fast alle mit einer Zerschneidung von Feldern, Wiesen und Waldgebieten und mit einer großen Flächenneuversiegelung verbunden. Dies sei im Hinblick auf den starken Rückgang der biologischen Vielfalt nicht akzeptabel, erklärt der BUND. Auch der Verlust von landwirtschaftlicher Fläche und von fruchtbaren Böden sei im Hinblick auf die Ernährungssouveränität Deutschlands “nicht mehr hinnehmbar”.

Keine Flächenzerstörung

“Da wir befürchten, dass unser Widerspruch nicht dazu führen wird, dass die Pläne ganz fallen gelassen werden, fordern wir, wenigstens nur solche Varianten in Erwägung zu ziehen, die keinen kompletten Neubau, sondern nur einen moderaten Ausbau bestehender Straßen mit sich bringen”, schreiben die BUND-Verbände. Auch eine mögliche Ertüchtigung des jetzigen Anschlusses könne bei der Betrachtung nicht ausgeschlossen werden.

Zusätzlich zu den vorgelegten Varianten solle eine Anbindung noch etwas weiter südlich über die Ichenheimer Straße bei Niederschopfheim mit aufgenommen werden. Abgesehen von genauer Verkehrserfassung nach Quelle und Ziel sollten die Planungen “mögliche sinnvolle Vernetzungen mit dem ÖPNV beinhalten”. Außerdem müsse ein ausreichender Lärmschutz eingeplant werden. Fazit aus Sicht des BUND: “Sollte dennoch an der Planung festgehalten werden, fordert der BUND, wenigstens Neuzerschneidung von wertvollen Flächen zu vermeiden und nur bestehende Straßen moderat auszubauen.

Wie berichtet soll nach jahrelangem Ringen um die richtige Trasse nun das Regierungspräsidium Freiburg (RP) die beste Lösung finden. Das RP will unter Einbeziehung der Bürger alle denkbaren Varianten sammeln und bewerten (BZ vom 10. Juli. Doch bis das erste Auto über den Süd-Zubringer rollt, wird es aufgrund des komplizierten Planungsverfahrens noch viele Jahre dauern.
Bericht ,BZ-Redaktion Helmut Seller