Flugplatz eingekesselt?

Rolf Leonhardt am 1. Januar 2007 um 00:02

Die ersten Ansätze einer „gewollten Einkesselung“ werden dem kritischen Betrachter der Luftaufnahme sehr deutlich:

Eingekesselt

Im Südwesten das Wäldchen neben der ehem. Ziegelei ist gefallen. (Ohne Proteste des Umweltschutzes!) Sicherlich nicht zum Spaß. Weitere Baumaßnahmen werden auch hier folgen.An eine Landebahnverlagerung südwärts ist nicht mehr zu denken.

Im Süden des Flugplatzes kann auch die angrenzende Wiese noch bebaut werden. Dadurch müsste die Südschwelle der Landebahn nach Norden verlegt werden.(Sichere Überflughöhe muss stets gewährleistet sein. Je höher die Gebäude, um so kürzer die restliche Landebahn)

Im Osten schluckt jetzt schon der Gefängnis-Neubau die Grasbahn für den Segelflug.

Im Norden soll der geplante Südzubringer an die Autobahn den Flugplatz überqueren.Dadurch werden die Hangars und die Tankstelle abgeschnitten.

Letztendlich bleibt dann auch von der Landebahn „nichts“ mehr übrig!

Die Bagger werden den Rest richten.

Damit ist die Infrastruktur des Flugplatzes endgültig zerstört.

Eine fliegerische Nutzung ist nicht mehr möglich.

Was kommt dann:

Ausgleichsfläche? Landschaftspark? Erweiterung des Industriegebietes? Abholzung des Königswaldes?

Gefängnis engt Flugplatz ein

Rolf Leonhardt am 1. Januar 2007 um 00:01

50-Meter-Streifen wird benötigt / Erschließung noch unklar / Asylbewerber kommen an Eckener Straße

Die Entscheidung für das Königswaldfeld ist gefallen, jetzt drücken Stadt und Land bei der Feinplanung aufs Tempo. Flugplatz, geplanter Zubringer und Erschließung sind dabei die Problempunkte.
Von: Wolfgang Kollmer

Gefängnis engt Flugplatz ein

Offenburg. »Sehr zügig« will das Land die Baugenehmigung für das 80 Millionen Euro teure Gefängnis erwirken, hat Thomas Knödler, Ministerialdirigent im Landesfinanzministerium, in der entscheidenden Gemeinderatssitzung am Montag zu verstehen gegeben. Der vom Land anvisierte Zeitpunkt für die Übergabe des roten Punktes - Mitte 2005 - wird jedoch nicht zu halten sein. Die Stadtverwaltung rechnet laut Vorlage für die Montagssitzung mit einer halbjährigen Verzögerung, weil einige Problempunkte die Planverfahren hemmen.

Da ist einmal der benachbarte Flugplatz im Westen: Um einen funktionalen Grundriss fürs neue Gefängnis mit 500 Häftlingen zu haben, braucht das Land einen knapp 50 Meter breiten Streifen des Flugplatzareals. Das Regierungspräsidium hat bereits sein Okay gegeben. Die Stadt prüft jetzt, ob die wegfallende Graslandebahn mit Windenschlepp für Segelflugzeuge westlich der Asphaltpiste angelegt werden kann.

Wie das 13 Hektar große Gelände erschlossen wird, steht auch noch nicht endgültig fest. Ideal wäre von Süden über den Gewerbepark, der gerade entsteht. Allerdings wäre dann eine Verlängerung über privates Gelände nötig. Unabhängig von der Erschließung des Gewerbeparks halten die Stadtplaner »vorab eine Erschließung von Norden« für möglich. Dabei würde ein Wirtschaftsweg, der in den Südring mündet, ausgebaut.

Bleibt die Frage nach der Trasse für den geplanten Autobahnzubringer Süd. Der Neubau soll rund 50 Meter nach Süden gerückt werden, so dass die Zubringertrasse nur noch 150 statt ursprünglich geplanter 200 Meter nach Norden verschoben werden muss. Aber auch dann muss nach Einschätzung der Stadtverwaltung der ursprüngliche Plan fallen gelassen werden, den Gewerbepark an den Zubringer anzuschließen.

Abriss der Unterkünfte?

Übrigens bleibt auch beim bis Montag gehandelten Alternativstandort Holderstock nicht alles beim Alten: Wie Bürgermeister Christoph Jopen mitteilte, werde der Ortenaukreis auf jeden Fall die Asylbewerber - neuerdings maximal 170 - in den Mannschaftsgebäuden an der Eckenerstraße unterbringen. Die Stadt werde dann darauf drängen, dass die Unterkünfte auf dem Holderstock abgerissen werden. Wohl nicht zuletzt deshalb, damit diese bei einem erneuten Ansteigen der Asylbewerberzahlen nicht mehr zur Verfügung stehen.

VCD spricht sich gegen Autobahnzubringer Offenburg-Süd aus

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:14

Pressemitteilung für den VCD-Ortenau

Der Kreisverband Ortenau des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat sich entschieden gegen den Bau eines Autobahnzubringers von der B33 zur A5 ausgesprochen und sich damit der Einwohnergemeinschaft Hildboldsweier und dem Offenburger BUND angeschlossen. Das Projekt würde nicht nur mit dem Königswaldsee und dem Unterwald wertvolle Natur- und Naherholungsräume zerstören, sondern auch die Einwohner von Hildboldsweier und Elgersweier einer erhöhten Abgas- und Lärmbelästigung aussetzen. Ein VCD-Experte erklärt, warum: “Jede neue Straße erhöht die Attraktivität des Autoverkehrs, so daß mehr Menschen mit dem Auto fahren. Die Entlastungswirkung, die durch eine neue Straße kurzfristig eintritt, wird oft schon innerhalb eines Jahres durch die Zunahme des Autoverkehrs wieder zunichte gemacht. Das Ergebnis des neuen Zubringers ist also nicht weniger, sondern mehr Autoverkehr.”
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den einzelnen Varianten bestehe nicht, da auch die Varianten 2, 3 und 4, die den Unterwald umfahren, einen 300 Meter breiten Lärm- und Abgasteppich um sich herum ausbreiten und das Gebiet belasten.
Es sei außerdem nicht sinnvoll, bis zu 50 Mio. DM in den Straßenbau zu investieren, wenn der Schienenverkahr das Geld viel dringender nötig hätte. “Mit dem Geld könnten weitere Haltestellen entlang der Schwarzwaldbahn eingerichtet werden, sowie die Anschlüsse in Offenburg an die Rheintalstrecke verbessert werden.” Man könne so die Erreichbarkeit der Gemeinden im Kinzigtal viel effektiver verbessern, als mit einem neuen Autobahnzubringer.

Sitzungsprotokoll

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:13

Sitzungsprotokoll der Vorstände Bürgervereine und BI. Pro Flugplatz Offenburg im Familienzentrum Uffhofen am 30.03.2004

Variante Vc-Binkert
Mittelbadische Presse zur Variante Vc-Binkert

Anwesend waren:

Herr Leonhardt, BI. Pro Flugplatz Offenburg
Herr Gessler, BI. Pro Flugplatz Offenburg
Herr Bäuerle, SFZU.
Herr Schwarze, 1. Vorsitzender BG. Uffhofen
Herr Binkert, BG. Uffhofen
Herr Winterhalter, BG. Albersbösch
Herr Schwanke, BG Albersbösch
Herr Schächtele, BG Hiltboltsweier

Herr Leonhardt eröffnete die Gesprächsrunde, schilderte die Ziele der BI. Pro Flugplatz Offenburg,
erläuterte den Verlauf des Autobahnzubringers V4, OG-Süd und den Flächennutzungsplan der Stadt OG.
Nur durch einen Zusammenschluss der BG, der BI. und der angrenzenden Vereine wird es möglich sein,
wirksame Forderungen an die Stadt Offenburg zu stellen. Es soll die Freihaltetrasse V4 über den Flugplatz
und durch das Naherholungsgebiet neu überdacht werden und der Vorschlag für eine neue Variante soll
geprüft werden. Gemeinsam wurde der Beschluss gefasst, am 14.04.2004 im Flugplatzrestaurant eine Presse-
konferenz zu geben.
Die Lokalredakteure der beiden großen Tageszeitungen und des Gullers sollen eingeladen werden.

Die maßgebenden Punkte für eine Verlegung des BAB-Zubringers nach Süden sind folgende:

- Die V5c (Binkert-Variante) ist preiswerter als die jetzige Variante. Die überwiegende Streckenführung
kann auf der alten Strasse (B3) beibehalten werden und die Anbindung an die Autobahn ist kürzer.
- Weniger Landschaftsverbrauch, umweltverträglicher und das Naherholungsgebiet wird nicht zerstört.
- Teuere Brückenbauwerke und Dammaufschüttungen für die Trasse werden minimiert.
- Das Industriegebiet wird nicht durchschnitten, der Flugplatz in seiner gesamten Größe würde erhalten bleiben.
- Ein Schallschutz für Hofweier und Uffhofen würde gebaut. Der gesamte neue Trassenverlauf ist verkehrs-
technisch die wesentlich bessere und umweltverträglichere Lösung.
- Außerdem würden die Orte Hofweier, Niederschofheim, Oberschopfheim und Friesenheim mit ihren Industrie-
gebieten, von einem bei Hofweier gebauten Autobahnanschluss am meisten profitieren.

Ein Neuantrag an die Offenburger Stadträte, eine neue Trassenführung zu prüfen und darüber abzustimmen,
ist mit 11 Antragsstimmen des Stadtrats möglich. Im Gemeinderatswahlkampf sollen alle Kandidaten darüber
befragt werden.

Die Forderungen an die Stadt sollen lauten:

- Eine Kostenberechnung für die Trasse V5c (Binkert) zu erstellen und dafür den Geländeverbrauch
zu berechnen. (Alte Planung (V4) soll bei über 30 Millionen Euro liegen.)
- Schutterwald wäre erheblich glücklicher über einen südlicher gelegenen BAB-Anschluss.
- Der verkehrspolitische FDP-Sprecher der Bundesregierung, Herr Friedrichs, sieht ebenfalls nur die
kostengünstigere Lösung als realisierbar an.

Alle betroffenen Bürgergemeinschaften und die BI. Pro Flugplatz Offenburg fordern vom Gemeinderat
und der Stadtverwaltung, die südlichere Lösung Variante 5c (Binkert) bei Hofweier zu beschließen.

Eine Einladung zu einer Pressekonferenz am 14.04.2004 um 18 Uhr sollen die Vertreter folgender
Vereine bekommen:

- Schützenverein Offenburg
- Ponyclub
- Vogelclub
- Tanzclub Blau/ Weiß,
- Verkehrsschule
- Pudelclub
- Tierschutzverein,
- Polizeisportverein
- außerdem Herr Eckert und Herr Bürkle
von den Kleingartenanlagen
- Angelsportverein Hofweier (Königswaldsee)
- Fliegergruppe Offenburg
- AeroClub Offenburg

Herr Schäuble schreibt an Herrn Leonhardt

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:12

Schäuble schreibt

Mittelbadische Presse 11.02.2004

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:11

Bericht aus der BZ

Mehr Demokratie

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:10

Der 44-seitige Bericht vergleicht die Verfahren für lokale Bürgerentscheide und landesweite Volksentscheide. Er bilanziert die bisherige Praxis und zeigt, wie faire Volksrechte aussehen könnten. Außerdem ist für jedes Bundesland auf einer Seite übersichtlich die Regelungen, die Praxis und die Bewertung zusammengefasst.

Die Volksentscheid-Rangliste aller deutscher
Bundesländer sieht im Einzelnen so aus:

Mehr Demokratie

Eine Pressemitteilung und was daraus gemacht wird …

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:09

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: SprengerMedia - MedienDesign [mailto:h.j.sprenger@sprengermedia.de]
Gesendet: Donnerstag, 18. Dezember 2003 19:19
An: hubert.roederer@badische-zeitung.de
Betreff: Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg [E-Mail an BZ. 18.12.2003]

Sehr geehrter Herr Röderer,

nach Ansicht der Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg ist längst noch kein Konsens über den Verlauf der Trasse für den Autobahnzubringer Offenburg Süd erzielt, ganz im Gegensatz und der Meinung zu den an der Planung des Gewerbeparks Raum Offenburg beteiligten Kommunen.
Ein Konsens in dieser Frage muß zwangsläufig alle maßgeblichen gesellschaftlichen Gruppierungen in einen Findungsprozess mit einbeziehen. Das war und ist in diesem Falle jedoch bisher nicht einmal ansatzweise und wenn, dann halbherzig geschehen. Die Bürgerinitiative erlebt eher den umgekehrten Fall: Ignoranz und Arroganz manch involvierter Mandats- und Amtsträger!

Die Bürgerinitiative setzt sich seit Jahren für den Erhalt des Offenburger Flugplatzes in seiner jetzigen Arealgröße ein. Der geplante Trassenverlauf würde den Flugplatz fliegerisch unbrauchbar machen und zudem ein großes und schützenswertes Stück Offenburger Natur und das Naherholungsgebiet um den Königswaldsee zerstören. Die Bürgerinitiative weiß aus zahlreichen Gesprächen mit Offenburger Bürgern, dass der Flugplatz und das Gebiet um den Königswaldsee ein Stück Heimat und Heimatgefühl ist.

Der Fluglatz darf nicht leichtfertig und gegen den Willen von mehr als 7000 Offenburger Bürgern einseitig ökonomischen Interessen von Politik und Wirtschaft geopfert werden. Dies fordern wir auch im Hinblick auf die Freizeit-, Wohn- und Lebensqualität für zukünftige Generationen in Uffhofen und Hildboltsweier. Nicht zuletzt sind etliche Vereine betroffen, die um den “Alten Flugplatz” herum angesiedelt sind: Der Polizeisport-Verein, der Schützenverein, der Angelsportverein Hofweier, der Ponyclub und die Kleingarten-Freunde, um nur einige zu nennen. Tausende Menschen und zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten, die auf dem Flugplatzgelände ein Refugium gefunden haben, sind direkt betroffen, wenn der Flugplatz dem Bagger zum Opfer fällt.

Das oftmals ins Feld geführte Argument des Fluglärms muß in den Ohren Uffhofener und Hildboltsweirer Einwohner wie Hohn klingen. Sicherlich sind hier als ständige und evidente Lärmquellen die B3/33, der Südring und nicht zuletzt der Bahnverkehr zu nennen. Ein vielbefahrener Autobahnzubringer vor der Haustür dieser Stadtteile wird den bisherigen Hintergrundlärm stark erhöhen. Hinzu kommen zukünftige Lärmemissionen durch das 3. und 4. Bahngleis.

Wir kämpfen zusammen mit dem BUND, der AOPA Germany (Aircraft Owners and Pilots Association) für eine vernünftige Lösung mit einem ganzheitlichen Blick auf die Situation des Offenburger Flugplatzes.

Im Frühjahr 2004 beabsichtigen wir mit gezielten Aktionen an die Öffentlichkeit zu gehen, um den Bürgern Offenburgs einmal mehr aufzuzeigen, zu was eine sich selbst überlassene Stadtverwaltung und ein schlecht informierter Gemeinderat zu “leisten” in der Lage sind.

Zu Ihren Fragen ergänzen wir folgendes:

Ad 2:
Der BI. Pro Flugplatz Offenburg ist jede, den Flugplatz nicht zerschneidene Variante des Autobahnzubringers recht.
Beispielsweise: Eine V0, V3 oder V5 Lösung. Die V4 Lösung bekämpfen wir aus oben genannten Gründen.

Ad 3:
Mehr als 7.000 Offenburger Bürger und 23 Firmen aus der Region unterstützen unsere Aktivitäten. Tendenz stark ansteigend.

Ad 4 + 5:
Hier ein eindeutiges NEIN der Bügerinitiative!

Sollten sich weiterführende Fragen ergeben, stehen Ihnen Herr Gessler oder ich gerne zu Verfügung. Im voraus vielen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen und

BI. Pro Flugplatz Offenburg
Hans Jörg Sprenger
Pressesprecher
www.proflog.de

Badische Zeitung 20.12.2003

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:08

Zubringer Offenburg-Süd: BUND und “BI Pro Flugplatz” kritisieren Vorschlag der fünf Kommunen

Von unserem Redakteur Hubert Röderer

OFFENBURG. Die BUND-Ortsgruppe Offenburg wundert sich über die Eile von Offenburg, Schutterwald, Hohberg, Durbach und Ortenberg, im neuen “Gewerbepark Raum Offenburg” bereits 2004 Firmen ansiedeln zu wollen. Überhaupt ist der Naturschutzverband gegen die geplante Autobahnzubringertrasse von der B 33 quer nach Westen. Vehement Einspruch erhebt da erneut auch die Bürgerinitiative Pro Flugplatz: Die Trasse würde den Flugplatz zerschneiden. Er dürfe nicht leichtfertig “geopfert” werden.

Der BUND hebt besonders hervor, dass in den bestehenden Gewerbegebieten Offenburgs noch genügend freie Gewerbeflächen vorhanden sind. Es sei nicht einzusehen, warum Freiflächen im Süden Offenburgs bereits 2004 für Gewerbeansiedlungen geopfert werden sollen. Den Teil auf Schutterwälder Gemarkung lehne man gänzlich ab, da er von den beiden anderen räumlich getrennt ist und somit zu einer Zersiedlung der Landschaft beiträgt.

Darüber hinaus führe der Trassenverlauf des geplanten Autobahnzubringers Offenburg-Süd zu einer “Zerschneidung und Verlärmung” des Naherholungsgebietes Königswaldsee/Unterwald. Gegen diese Trasse habe der BUND bereits vor zwei Jahren über 1 200 Unterschriften gesammelt. Der neue Autobahnzubringer, wird alternativ vorgeschlagen, könnte von der B 3 bei Hofweier abgehen. Hier wäre eine weniger als einen Kilometer lange Verbindungsstraße zur Autobahn zu bauen - gegenüber der vom Zweckverband vorgeschlagenen zwei Kilometer langen und 25 Millionen Euro teuren Trasse.

Auch wenn die fünf Kommunen sich hinsichtlich des möglichen Trassenverlaufs einig sind: Nach Ansicht der BI “Pro Flugplatz” Offenburg “ist längst noch kein Konsens über den Verlauf der Trasse erzielt”. Ein solcher Konsens müsste alle maßgeblichen Gruppen mit einbeziehen. Das sei in keinster Weise geschehen. Hans Jörg Sprenger von der BI: “Die Bürgerinitiative erlebt eher den umgekehrten Fall: Ignoranz und Arroganz manch involvierter Mandats- und Amtsträger!” Die BI setzt sich für den Erhalt des Flugplatzes und des Gebietes um den Königswaldsee ein - beide seien für viele “ein Stück Heimat und Heimatgefühl”. Käme die von den fünf Gemeinden favorisierte Trasse, würde der Flugplatz zerschnitten - gegen den Willen von mehr als 7000 Bürgern und 23 Firmen aus der Region, die sich ebenfalls bereits schriftlich für dessen Erhalt ausgesprochen haben. Nicht zu vergessen auch der zusätzliche Lärm für Uffhofen und Hildboltsweier sowie die dort ansässigen Vereine, von den Kleingartenfreunden bis zum Ponyclub, die von einer Trasse von der B 33 quer nach Westen in ihrer Existenz gefährdet wären.

Nun ist es so gekommen, wie es kommen mußte!

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:07

Die GRO hat am Mittwoch, 10. Dezember 2003 einstimmig beschlossen, die überarbeitete Freihaltetrasse durch das Naherholungsgebiet Hohberg zu führen. Laut Aussage der Stadtverwaltung ist mit Baubeginn nicht vor 10 Jahren zu rechnen.

Die BI Pro Flugplatz Offenburg versucht seit 3 Jahren in vielen Gesprächen mit Politikern und der Stadtverwaltung sowie in Zusammenarbeit mit der Fliegergruppe und dem Aeroclub Offenburg , dieses gigantische Projekt zu verhindern.

Durch geschicktes Ausspielen der BI seitens der Stadt zusammen mit den beiden Fliegervereinen (für die anscheinend nur zählt: Hauptsache fliegen, egal wie!) bei den Vertragsverhandlungen um den neuen Pachtvertrag gelang der Stadt und der GRO dieser Schachzug. Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und guter Rat teuer.

Gerade jetzt sollten alle Offenburger Bürger gemeinsam mit der BI, dem Bund für Umweltschutz und den betroffenen Stadtteilen gegen den Autobahnzubringer Offenburg-Süd Front machen.
Wenn erst einmal das Planfeststellungsverfahren eingeleitet und sowohl das Straßenbauamt Offenburg als auch das Regierungspräsidium Freiburg die Zusage gemacht haben, den Autobahnzubringer zu bauen, ist die Realisierung wohl nicht mehr zu verhindern.

Die BI erinnert alle Offenburger Bürger an das leidige Thema Bahntrasse, die SPD-Stadtrat Hättig fast zur Verzweiflung bringt.
Gerade jetzt sollten sich die Bürger von Offenburg, die 7000 Unterschriften gegen die Zerstörung des Naherholungsgebietes Hohberg und des Landeplatzes Offenburg abgegeben haben, zusammen tun, um erneut für den Erhalt des Naherholungsbebietes und ein Stück Wohn- und Lebensqualität zu kämpfen.

Nur durch gemeinsame Aktionen können Bürger sich gegen falsche Beschlüsse der Politiker wehren, sich Gehör verschaffen und damit auch der um sich greifenden Politik(er)-Verdrossenheit entgegensteuern.