Erst am Spielende werden die Punkte gezählt !

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:06

Auf Konfrontationskurs zur heutigen Berichterstattung in der BZ. über die Entwicklung des Interkommunalen Gewerbeparks GRO geht die Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg.

BZ. Redakteur Hubert Röderer wäre gut beraten, so die Bürgerinitiative, wenn er vor der Veröffentlichung seiner Artikel gründlicher recherchieren würde.

Er vermittelt den Lesern in seinem heutigen Artikel [Zeit der "Blockade" endlich vorbei] den falschen Eindruck, die Entscheidung über den Trassenverlauf des geplanten Autobahnzubringers wäre nun endgültig gelaufen, der Flugplatz Offenburg würde zerschnitten und für den Straßenverlauf des Autobahnzubringers wäre das “Ei des Kolumbus” gefunden worden.
Weiterhin schreibt er: “Ein Straßenverlauf, der allen passt und in seinen Grundzügen wohl auch so realisiert wird.”

Lieber Herr Röderer, haben Sie eigentlich die Bürger der angrenzenden Stadtteile Hildboltsweier und Uffhofen befragt, die alle den Autobahnzubringer nicht vor Ihrer Haustür haben wollen?

Können Sie sich noch an über 7.000 Offenburger Bürger und 23 Firmen aus der Region erinnern, die sich für den vollen Erhalt des Flugplatzes ausgesprochen haben und ihn auch einer öffentlichen Nutzung wieder zuführen wollen? Alles Bürger, denen es auch noch in den Ohren klingelt, dass durch verfehlte Stadtpolitik über 76 Arbeitsplätze am Flugplatz verloren gingen!

Denken Sie nicht an die Umweltschutzverbände, welche sich gegen den Autobahnzubringer beim “Naherholungsgebiet Königswald” aussprechen?

Warum meinen Sie denn, tobt eigentlich der monatelange Kampf schon um den zukünftigen Verlauf des Autobahnzubringers?

Sind Sie so weltfremd, um nicht zu erkennen, dass selbst der verkehrspolitische Sprecher des Bundestages Herr Friedrichs sich vor Ort mit “Bauchweh” über den Anschluss eines Industriegebietes mit Bundesmitteln äußerte?

Sie stellen in Ihrem Artikel bewusst die Tatsachen falsch dar und versuchen den Bürger zu beeinflussen!
Ihre Berichterstattung zumindest in diesem Fall ist äußerst unseriös!

Ihr Bericht ist einer renommierten Tageszeitung nicht würdig.

Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg
Jörg Gessler

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Schreiner

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:05

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Schreiner,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

durch den Abschluss des 10-Jahres-Pachtvertrages über den Sonderlandeplatz und Ihre Aussage, den Landeplatz in die langfristige Entwicklung des Gewerbegebiets mit einzubringen, haben Sie, Frau Schreiner; zumindest den 2.Teil dessen, was Sie im Wahlkampf versprochen haben nur mit Einschränkungen verwirklicht.

Allerdings ist der Pachtvertrag mit der Fliegergruppe Offenburg nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht:
Sie befürworten immer noch die Freihaltetrasse des geplanten Autobahnzubringers und deren zerschneidende Wirkung auf das Naherholungsgebiet Hohberg und den Offenburger Flugplatz in naher Zukunft! Auch wenn dies erst in 10 Jahren verwirklicht werden sollte ( s. Sonderkündigungsklausel im Pachtvertrag)!

Trotz großer Anstrengungen hat die BI Pro Flugplatz somit ihre Aufgabe und ihre Verantwortung gegenüber 7000 Offenburger BürgerInnen der Stadtverwaltung und dem Stadtrat noch nicht überzeugend vermitteln können.

Der Sonderlandeplatz ist eine Einrichtung des Öffentlichen Rechts. Somit ist er in die Offenburger Verkehrsinfrastruktur einzubringen und nicht durch einen in Deutschland einmaligen Pachtvertrag einem Verein als 4 Millionen teure Hobby-Fläche zu überlassen.
Welcher Verein in Offenburg, ja in ganz Deutschland hat eine solch ausgebaute Spielwiese um seinen Sport auszuüben?

Der geschlossene Pachtvertrag (er ist und bleibt ein erweiterter Pacht-Knebelvertrag) verhindert die Entwicklung des Gewerbegebietes und des Flugplatzes.

Die BI Pro Flugplatz erwartet von Ihnen, Frau Schreiner, und dem Stadtrat Offenburgs, auch im Hinblick auf die mit der BI am 11. November 2003 im Rathaus geführten Gespräche, die richtigen, zukunftsweisenden Schritte für das Oberzentrum Offenburg zu gehen.

Antwort von Frau Schreiner

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:04

BI pro Flugplatz Offenburg
Herrn Rolf Leonhardt
Föhrenstraße 10

77656 Offenburg

Sehr geehrter Herr Leonhard,

Sie haben mich gebeten, die Flugplatzvertragsverhandlungen zur Chefsache zu machen. Dies tue ich insbesondere dann, indem ich mich persönlich in Gespräche einbringe, wenn die Parteien - die Fliegergruppe, der Aeroclub und die Stadtverwaltung - in Verhandlungen nicht weiterkommen.

Nachdem jedoch die Fliegergruppe Offenburg e.V. und der Aeroclub Offenburg e.V. sich über die Ausgestaltung des Pachtvertrages mit der Fliegergruppe und des Mitbenutzungsvertrages mit dem Aeroclub geeinigt haben, ist ein Eingreifen in die Verhandlungen derzeit meines Erachtens nicht notwendig. Ich werde mit den Betroffenen nach einer Vorberatung im Ausschuss ein Gespräch führen. Derzeit ist noch völlig offen, ob unsere Vorschläge, über die wir mit den beiden Beteiligten Einigung erzielen konnten, vom Gemeinderat auch so getragen werden. Sie haben ja alle Fraktionen angeschrieben und ihnen Ihre Sicht der Dinge geschildert. Somit werden sicher Ihre Anliegen bei der Beratung im Gremium miteinfließen. Die Verträge, die nun ausgehandelt sind, sehen vor, dass die Nutzung des Platzes für 10 Jahre an die Vereine übertragen wird mit einer Option um weitere 5 Jahre. Ich denke, dass mit der längeren Laufzeit des Pachtvertrages und der fünfjährigen Verlängerungsoption mit einer einjährigen Kündigungsfrist des Vertragskonzepts auch Ihrem Wunsch nach einer längerfristigen Perspektive Rechnung getragen wird.

Nach dem derzeitigen Terminplan ist vorgesehen, dass die Verträge im Gemeinderat am 15. Dezember 2003 öffentlich beraten werden.

Sofern Sie noch zu noch zu einzelnen Punkten des derzeitigen Verhandlungsstandes Fragen haben, können Sie sich gerne an meinen Mitarbeiter Herrn Sandfort wenden, der in meinem Auftrag die Gespräch koordiniert hat.

Mit freundlichen Grüßen

Schreiner

Schreiben an Frau Schreiner

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:03

Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg
Rolf Leonhardt
1. Vorsitzender

schrieb an

Frau Oberbürgermeisterin
Edith Schreiner

Fraktionen im Stadtrat

Betr.: Flugplatz Offenburg / Ausbau B33 und Anschluss an A5 / Naherholungsgebiet

Sehr geehrte Frau Schreiner,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Stadtverwaltung feilt an einem neuen Pachtvertrag für den Flugplatz mit der Fliegergruppe Offenburg, FGO. Dieser neue Pachtvertrag kuriert nur am Symptom, nicht aber am eigentlichen Problem und ist daher völlig überflüssig.

Folgende Entscheidungen für die Stadt und ihre Bürger und damit auch für die angrenzende Region sollten für die Stadtverwaltung und den Stadtrat Vorrang vor den Überlegungen über einen neuen Pachtvertrag haben:

1) Entscheidung über den Erhalt des Flugplatz Offenburg in seiner vollen Grösse und seine Einbindung in die Offenburger Verkehrsinfrastruktur.

2) Entscheidung über den Ausbau der B 33 und die Anbindung an die A 5 mit einer Variante, die schonend für die Finanzen, für die Landschaft sowie für die Bürger ist und nicht den Flugplatz zerschneidet.

3) Entscheidung über die Gründung bzw. Zulassung einer nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführten Betreibergesellschaft für den Flugplatz. Die dann möglichen Aktivitäten sind für die Region und auch die Bürger nur von Vorteil (siehe Beispiele in Städten, die dies bereits praktizieren: Neuhausen ob Eck, Bremgarten, Freiburg etc.).

4) Entscheidung über einen langfristigen Bestand des Flugplatz Offenburg dann wieder als Verkehrslandeplatz bis 5,7 to, damit sich dort wieder branchenverwandte Firmen aber auch andere Gewerbe ansiedeln können und Planungssicherheit haben.

5) Beendigung des Ausspielens der Interessen eines denkbaren Großflughafens Lahr gegen den Flugplatz Offenburg. In beiden Fällen handelt es sich um gänzlich unterschiedliche Ziel- und Nutzergruppen, die nicht miteinander konkurrieren und deren Bewegungen im Ernstfall ohnedies entflochten werden müßten (siehe Bahnplanung 3.+ 4. Gleis: Regionalverkehr und Hochgeschwindigkeit).

Den Flugplatz nur als Spielwiese für Wenige zu erhalten ist schlichtweg unwirtschaftlich und im Hinblick auf die vorhandene Infrastruktur daher verantwortungslos. Dafür bedarf es keines neuen Pachtvertrags. Die Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg distanziert sich von jedem neuen Pachtvertrag, bevor nicht die oben aufgeführten Entscheidungen so herbeigeführt wurden, dass der Erhalt des Flugplatzes Offenburg in seiner vollen Grösse gewährleistet ist.

Wir als Bürgerinitiative erwarten daher von der Stadtverwaltung und dem Stadtrat eine weise und weitsichtige Entscheidung für die Bürger von Offenburg und Umgebung.

Freundliche Grüsse

Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg
Rolf Leonhardt
1. Vorsitzender

Schreiben an Herrn Stolpe

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:02

Sibylle Laurischk
Rechtsanwältin
Ordentliches Mitglied im Rechtsausschuss
Mitglied des Deutschen Bundestages
Stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss
und Umweltausschuss

schrieb:

An den
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Herrn
Manfred Stolpe
Invalidenstraße 44

10115 Berlin

B 33 zwischen Offenburg und Hausach, Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

zu der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes wende ich mich an Sie als Abgeordnete Offenburgs und des nördlichen Ortenaukreises.
Seit Jahren bemühen sich der Ortenaukreis und die Landesregierung um einen Ausbau der bislang überwiegend zweispurigen B 33 zwischen Offenburg und Hausach. Seit 1994 starben im Zuge schwerer Verkehrsunfälle 35 Menschen auf dieser Straße. Die Schwere der Unfälle liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt. Die B 33 ist weit überdurchschnittlich frequentiert mit einem hohen Lastwagenanteil, was bei einer zweispurigen Straßenführung immer wieder zu riskanten Überholmanövern führt.

Die B 33 verbindet den Raum Kehl/Straßburg mit der Autobahn A 81 und dem Großraum Stuttgart. Es handelt sich um eine der wichtigsten West-Ost-Verbindungen zwischen südlichem Oberrhein und dem Elsaß in Richtung Württemberg. Die ständig angespannte Verkehrslage auf dieser Straße führt in der Bevölkerung zu der nachhaltigen Forderung, die B 33 verkehrsgerecht auszubauen.

Der Kreistag des Ortenaukreises hat nun eine Resolution verabschiedet, die den Ausbau der B 33 zu einer leistungsfähigen Ost-West-Achse fordert. Dabei wird die Erweiterung der B 33 auf vier Spuren zwischen Offenburg und Steinach einschließlich einer Mitteltrennung und der mindestens dreistufige Ausbau durchgängig zwischen Steinach und Hausach inklusive der Ortsumfahrung Haslach als äußerst dringend erachtet. Die Anschlüsse an die B 33 sollen dabei kreuzungsfrei sein.

Kurzfristig hat die Straßenverkehrsbehörde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 km/h verfügt, was aber nach meiner Einschätzung eher noch zu weiteren riskanten Überholmanövern und damit unfallträchtigen Situationen führen wird.

Im Bundesverkehrswegeplan ist die Anbindung der B 33 an die A 5 durch einen im vordringlichen Bedarf befindlichen Autobahnzubringer vorgesehen, was nach meinem Dafürhalten aber nur dann Sinn macht, wenn auch der Ausbau der B 33 im vordringlichen Bedarf geführt wird. Angesichts der prekären Situation ist der Ausweis des Zubringers im vordringlichen Bedarf und die Darstellung der B 33 im weiteren Bedarf in sich nicht schlüssig und bedeutet nach meinem Dafürhalten eine Verschleuderung von Bundesmitteln. Sollte nur der Autobahnanschluß im vordringlichen Bedarf bleiben, der Ausbau der B 33 aber nicht hierin aufgenommen werden, bedeutet dies in der Praxis die Finanzierung der Erschließung eines kommunalen Gewerbegebiets mit Mitteln für den Bundesfernstraßenbau.

Da ich nicht davon ausgehe, dass die Bundesregierung Haushaltsmittel zu verschleudern hat, bitte ich Sie mit Nachdruck im Interesse der von der hochproblematischen Verkehrssituation auf der B 33 betroffenen Menschen, auch diese Straße entsprechend der Resolution des Kreistages im Ortenaukreis in den vordringlichen Bedarf bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes aufzunehmen .

Mit freundlichen Grüßen

Das Flugplatzwunder von Offenburg

Rolf Leonhardt am 31. Dezember 2006 um 00:01

Eine positive, wirtschaftliche Entwicklung des Raumes Offenburg sollte das Anliegen aller Bewohner einschließlich der Verwaltung sein. Hierzu zählt logischerweise auch das Areal des Offenburger Flugplatzes, über dessen Bedeutung und Notwendigkeit man natürlich unterschiedlicher Meinung sein kann. Das ist legitim.

Nun war einer Mitteilung der Bürgerinitiative (BI) Pro Flugplatz Offenburg zu entnehmen, dass in den letzten Jahren an die rd. 76 Arbeitsplätze auf dem Gelände des Flugplatzes durch Schließung bzw. Wegzug der Firmen verloren gegangen waren, eine positive Weiterentwicklung der Firmen wurde berücksichtigt. Es gibt zunächst keinen Anlass, am Wahrheitsgehalt dieser Meldung zu zweifeln, da gewissenhaft und sorgfältig recherchiert wurde.

Die Ursache dieses Trends findet sich nach Angabe der Betroffenen darin, dass die Stadt Offenburg - sei es aus bösem Willen oder vielleicht auch nur aus Unfähigkeit - eine Vertragssituation für das Gelände geschaffen hat, die kaufmännischen Langzeitplanungen keine Chance einräumt. Und so dümpelt nun der Flughafen, nicht Fisch und nicht Fleisch, in einer sehr unbefriedigenden Form für alle Beteiligten seit Jahren dahin.

Nun will ich ja nicht gleich unterstellen, dies läge nur daran, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung zu sehr mit ihrer eigenen, langfristigen Karriereplanung und weniger mit jener der Stadtentwicklung befasst sind. Richtiger wird wohl sein, dass sie noch nie in die Versuchung kamen oder genötigt waren, nach betriebswirtschaftlichen Zwängen und erfolgsorientiert zu arbeiten, weil sie ja immer nur das Geld anderer Leute ausgeben durften.

So mag es auch zu verstehen sein, dass in dieser Hinsicht Offenburg eine Besonderheit offenbart, nämlich dass hier die Uhren anders herum gehen müssen. Und so wird es auch dem staunenden Leser erklärlich, dass man - wie es scheint - hierorts das Bundesverdienstkreuz erst dann bekommt, wenn man unter anderem mindestens 76 Arbeitsplätze vernichtet hat.

Wie sagt doch unser Bundeskanzler so schön: “Weiter so und durch!

Verfasser: Walter Urbancik, 77799 Ortenberg, Zehntfreistrasse 3, Tel./Fax: 0781-38375

Pro Flugplatz Offenburg hat nachgefragt und aufgedeckt!

Das Umfrageergebnis vom 03.11.2003:

  • Fa. Aerotechnik Avionikwerft 25 Arbeitsplätze
  • Fa. Offenburger Flugdienst Luftbildunternehmen 12 Arbeitsplätze
  • Fa. Burda Werksverkehr-Flugbereitschaft 6 Arbeitsplätze
  • Fa. Konprecht Flugzeuglackierwerft 8 Arbeitsplätze
  • Fa. FFH Flugschule Harter 15 Arbeitsplätze
  • Fa. Flugschule Hezel 5 Arbeitsplätze
  • Fa. Fischer-Flug Luftfahrtunternehmen 2 Arbeitsplätze
  • Fa. Flugwerft Offenburg GmbH 3 Arbeitsplätze

insgesamt: 76 Arbeitsplätze ( 3 Offenburger Flugleiterstellen unberücksichtigt! )