Leserbrief: Fünf Jahre “Galgenfrist” sind nicht genug

Rolf Leonhardt am 19. Oktober 2023 um 14:47

FLUGPLATZPLÄNE DER STADT
Die Fliegergruppe Offenburg kämpft um den Flugplatz, der nach dem Willen der Stadtspitze einem Gewerbegebiet weiche soll. Dass der Gemeinderat der Entwicklung einer “Konzeptskizze” mit diesem Ziel zugestimmt hat (BZ vom 11. Oktober, “Mindestens fünf Jahre Galgenfrist für den Offenburger Flugplatz”), enttäuscht dieses Mitglied der Gruppe:
Mit Galgenfrist lässt sich ein Flugplatz nicht betreiben! Seit Jahrzehnten lebt der Platz mit Galgenfristen. Im Nutzungsvertrag mit der Stadt ist eine Kündigungsfrist von nur zwölf Monaten vereinbart. Im Gegenzug ist der Verein verpflichtet, den Platz und Abgrenzung, Gebäude, befestigte Flächen, Bewuchs auf eigene Kosten zu pflegen und zu erhalten. Jeder weiß, dass mit so kurzen Fristen keine Betriebe geführt werden können. Fünf Jahre sind bei weitem nicht ausreichend! Entscheidungen über Investitionen brauchen einen Sicherheitszeitraum von 15 bis 20 Jahren, denn es geht schnell um viel Geld. Bei einem Flugplatz sind das speziell Unterhalt der Infrastruktur wie Landebahn, Rollwege, Vorfeld , Hallen aber auch die Flugzeuge, die nur eine beschränkte Lebensdauer haben, aber sehr teuer sind. So hemmt das Damoklesschwert der Galgenfrist schon seit Jahren den Verein, notwendige Investitionen zu machen und belastet das Miteinander der Mitglieder. Irgendwann funktioniert die Infrastruktur nicht mehr und das Unternehmen hat größte Probleme. Bekannt ist das Beispiel der Deutschen Bahn. Appell an die Stadt: Geben sie dem Flugplatz eine vernünftige Perspektive!

Harald Thomann, Offenburg

BI Pro Flugplatz enttäuscht über Ratsentscheidung BZ-Redaktion Von BZ-Redaktion Mi, 18. Oktober 2023 Offenburg

Rolf Leonhardt am 19. Oktober 2023 um 14:46

Bei 26-Ja und 11-Nein-Stimmen hat der Gemeinderat entschieden “den Flugplatz dem Kapitalismus zu opfern”, schreibt Rolf Leonhardt von der BI. Der Wunsch, in diesem wichtigen Punkt die wahlmündigen Bürger entscheiden zu lassen, sei nicht angesprochen worden: “Damit sind auch die Tage des Naherholungsgebiet Königswald gezählt.” Tage zuvor habe OB Marco Steffens im Rathaus mit einer Powerpoint Präsentation versucht, die Teilnehmer – darunter die BI, die Fliegergruppe und die Hagelflieger – zu überzeugen, dass der Flugplatz Offenburg einem Gewerbepark weichen muss. In der Präsentation sei der Flugplatz gar nicht mehr eingezeichnet gewesen. Die BI, die seit vielen Jahren für den Erhalt des Flugplatzes kämpfe, habe im Vorfeld vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt ein Pilotprojekt zu erarbeiten, wie man den Gewerbepark und Flugplatz vereinbaren kann: “Aber anscheinend hat die Mehrheit der Stadträte mein Schreiben nicht gelesen oder einfach ignoriert”, moniert Leonhardt. Ignoriert worden seien auch mehrere tausend Unterschriften für den Erhalt des Flugplatzes.” “Somit gehe in naher Zukunft wieder ein Stück Offenburger Geschichte durch Fehlentscheidungen einiger Stadträte für immer verloren.”Aber in Offenburg ticken eben die Uhren anders”, so Leonhardt. Die mehr als hundertjährige Geschichte des Flugplatzes, mit der Offenburg noch vor vielen Jahren in einem Werbeprospekt für den Verkehrslandeplatz vor den Toren der Stadt warb, sei durch den Beschluss zunichte gemacht worden.

Badische Zeitung

ÜBERBAUUNG DES FLUGPLATZES

Rolf Leonhardt am 17. Oktober 2023 um 18:22

Zum Zeitungsbericht “Mindestens fünf Jahre Galgenfrist für den Offenburger Flugplatz”, BZ vom 11. Oktober, und “Brauchen völlig neue Dimension: Kritik an Politik” vom 13. Oktober schreibt Helmut Isen von der Hohberger “BI pro V0″, die sich für die vom RP bereits verworfene Bestandstrasse des geplanten Autobahnzubringers Süd einsetzt.
Der Bericht “Brauchen völlig neue Dimension: Kritik an Politik” wirf die Frage auf, wie die Mehrheit der Offenburger Stadträte die Entscheidung zum Gewerbegebiet auf dem Flugplatzgelände mittragen können. Widersprüchlicher könnten beide Artikel nicht sein. Im Artikel “Brauchen völlig neue Dimension: Kritik an Politik” wird sehr anschaulich beschrieben, wie die von der Landesregierung vorgegebenen Klimaschutzziele verfehlt werden. Das Land will zwar bis 2040 komplett klimaneutral sein. Dazu hat der Klima-Sachverständigenrat des Landes Baden-Württemberg in seinem Bericht zur Bewertung des Klima-Maßnahmen-Registers (KMR) festgestellt, dass nicht mal das Zwischenziel im Jahr 2030 erreicht wird. Die “Industrie” und das Sorgenkind “Verkehr” kommen darin sehr schlecht weg. Selbst 30 Grad Celsius am 13. Oktober 2023 sind für einige unserer Kommunalpolitiker kein Grund, nicht weiterhin Raubbau an unserer Natur zu betreiben. Der Offenburger Flugplatz mit seiner einzigartigen und ökologisch wertvollen Naturwiese bekommt nochmal eine Galgenfrist von fünf Jahren bis dann auch diese Fläche für ein Gewerbegebiet geopfert wird. 50 Hektar sind vorläufig geplant. Weitere 17 Hektar sind für den neuen Autobahn-Zubringer Offenburg-Süd vorgesehen. Dabei gibt die Landesregierung die “Netto-Null” im Landschaftsverbrauch vor. Gegensätzlichen könnten die Entscheidungen von Landesregierung und der Stadt Offenburg nicht sein. Ich frage mich, wo sind die “Verantwortlichen”, die auf Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, insbesondere der Klimaschutzziele achten und der Bauwut und dem damit verbundenen Flächenfraß von Kommunen und Regierungspräsidien Einhalt gebieten? Wo geht die Reise hin, oder wie wollen wir das Klima in den Griff bekommen, wenn selbst Vorgaben des Landesentwicklungsplans (LEP 2002) bei solchen klimabeeinflussenden Entscheidungen nicht beachtet werden. Warum werden die Vorgaben “Netto-Null” oder “Bestandsausbau vor Neubau” nicht eingehalten? Dies gilt sowohl für das geplante Gewerbegebiet Flugplatz als auch für den geplanten Autobahnzubringer OG-Süd. Mit Klimaschutz erzielt man eben keine Gewerbesteuereinnahmen. Wer aber dem Kommerz Vorrang vor verantwortungsvollem Handeln einräumt, kann weiteren Umweltkatastrophen wie Wassermangel, Hitze oder Artensterben nicht entgegenwirken.

Helmut Isen, Hohberg

Gewerbegebiet rückt näher: So geht es mit Flugplatz Offenburg weiter

Rolf Leonhardt am 15. Oktober 2023 um 14:14

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Statt mit dem Reißbrett das ganze Gebiet zu überplanen, will die Stadt die Entwicklung des Gewerbegebiets am Flugplatz Offenburg nun scheibchenweise umsetzen. Der Gemeinderat gab sein Plazet. Das bedeutet das Votum für den Offenburger Flugplatz.

“Mein Job ist nicht nur immer schön”, sagte OB Marco Steffens, als es am Montagabend im Gemeinderat um die umstrittene Entwicklung eines Gewerbegebiets auf dem Flugplatzareal ging. Er könne die Sache einfach aussitzen und nichts tun, sagte Steffens weiter. Aber dann wolle er auch nicht das Geschrei des Gemeinderats hören, wenn die erste Firma abwandere.

Wieso er es für wichtig hält, den Firmen Gewerbeflächen anzubieten, erläuterte Steffens mit einem Beispiel. “Stellen Sie sich einen Häuslebauer mit einem unterschriebenen Kredit vor, der einen Bauplatz will. Dem kann ich keine Auskunft geben.” Und wenn dieser nachfrage bis wann, “muss ich sagen, weiß ich nicht”. Wie lange werde dieser Häuslebauer wohl warten, ehe er sich andernorts umschaue, fragte Steffens. Ähnlich verhalte es sich mit der Wirtschaft.

26 Ja-, elf Nein-Stimmen

Am Montagabend brachte der Gemeinderat mit 26 Ja- und elf Nein-Stimmen nun einen Kompromiss auf den Weg, mit dem binnen der nächsten fünf Jahre Gewerbeflächen entstehen könnten. Stadtplanungschef Leon Feuerlein stellte in einer ausgiebigen Präsentation die Details vor. Demnach sollen in einer ersten Entwicklungsphase die Fläche westlich der Otto-von-Lilienthal-Straße (rund sechs Hektar), die Fläche am Flugplatz Nord (rund 4,5 Hektar), die Fläche östlich der Otto-von-Lilienthalstraße (4,5 Hektar) und die Fläche westlich und nördlich der Isaak-Blum-Straße (7,5 Hektar) ins Visier genommen werden.

Eine entsprechende Konzeptskizze soll weiterentwickelt und dem Gemeinderat im nächsten Jahr zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Flächen sollen einfließen in den Zweckverband Gewerbepark Raum Offenburg, in dem Offenburg (60 Prozent), Hohberg (15 Prozent), Schutterwald (15 Prozent), Durbach (fünf Prozent) und Ortenberg (fünf Prozent) Mitglieder sind.

Passt Flugplatz rein?

In der Konzeptskizze soll zudem geprüft werden, ob in einer Variante auch der Erhalt des Flugplatzes möglich ist. Dieser Vorschlag sei im letzten Gespräch mit der Fliegergruppe Offenburg vorgebracht und nun berücksichtigt worden, erklärte Feuerlein.

Viele weitere Anregungen aus der Gemeinderatsklausur seien aufgenommen worden, führte Feuerlein aus, so etwa der Wunsch der Einwohnergemeinschaft Hildboltsweier und die Bürgergemeinschaft Uffhofen nach einem Grünstreifen zwischen den Gewerbegebieten und den Stadtteilen, dem Wunsch der Naturverbände nach einer ökologischen Ausrichtung des Gewerbegebiets sowie der Forderung aus vielen Bereichen, eine gute ÖPNV-Anbindung zu gewährleisten und brachliegende Gewerbeflächen zu aktivieren oder bestehende besser zu nutzen, um Flächenversiegelung zu vermeiden. Hier könne er sich ein Gewerbeflächenkataster vorstellen, so Feuerlein. Als Beispiel wurde der seit dem Neubau leer stehende alte Edeka-C+C-Markt an der B3 genannt. Auch die Kleingärten und Sportflächen sollen erhalten bleiben.

Fünf Jahre Perspektive

Für die Fliegergruppe bedeute diese Planung, dass sie mindestens fünf Jahre Perspektive habe, so OB Steffens. Die Flieger würden über ein gutes Netzwerk verfügen und könnten in dieser Zeit möglicherweise flugaffine Unternehmen für das Areal ausmachen und so ihre Zukunftschancen verbessern.

Herbert Patsch wollte nach der Sitzung am Montagabend nicht in Jubel ausbrechen. Der Aufschub sei sicher positiv zu werten, aber wenn eine Firma anbeiße und ansiedle, könne dies schnell das Aus für die Flieger bedeuten. Die Fliegergruppe werde die Zeit nutzen, um weiter für den Erhalt der Start- und Landebahn zu werben. “Vielleicht finden wir einen Kompromiss, mit dem alle leben können”, hofft Patsch.

INFO: In der Konzeptskizze ist eine Trasse (V3) für den Autobahnzubringer Süd freigehalten. Mit einer Trassen-Entscheidung des Regierungspräsidiums rechnet Steffens frühestens Ende 2025. O-Ton OB: “Es dauert und dauert und dauert.”

Kommentar

Warum nicht gleich so?

Ein Gewerbegebiet kann man nicht einfach so am Reißbrett ausrollen, ohne die Betroffenen zu hören. Dieses Versäumnis wurde nun von der Stadtverwaltung nachgeholt. Mit dem Kompromiss und der Entwicklung nach Bedarf kann man sicher leben. Was gar nicht geht, ist ein Abgesang auf die Wirtschaft, wie er teils in der Diskussion zu hören war – nach dem Motto: Die kämpfen ums Überleben und brauchen sowieso keine Erweiterungsflächen mehr. Das ist mutlos und rückwärtsgerichtet. Bürgermeister Kopp hat darauf hingewiesen, dass die Gewerbesteuer für dieses Jahr Stand jetzt vier Millionen Euro über dem Ansatz liegt. Offenburgs Unternehmensmix ist also krisensicher. Und deren Gewerbesteuer braucht es letztlich, um die sozialen Annehmlichkeiten zu finanzieren.

Und die Fliegergruppe? Ihr Todesurteil stand schon fest, nun kann der Flugplatz mindestens weitere fünf Jahre in Betrieb bleiben. Und vielleicht gibt es in dieser Zeit mit der Ansiedlung eines flugaffinen Betriebs gar die geniale Idee für den dauerhaften Verbleib.

Gewerbeflächenentwicklung in Offenburg – weiteres Vorgehen

Rolf Leonhardt am 6. Oktober 2023 um 23:02

bei der heutigen Sitzung im historischen Rathaus der Stadt Offenburg, empfingen uns Herr Oberbürgermeister Marco Steffens, sowie Baubürgermeister Martini zu einem sogenannten Vieraugengespräch.  Ein teilausgabe der Vorlage an den Stadtrat am kommenden Montag den 09.10.23 habe ich eingefügt.

https://ratsinfo.offenburg.de/buergerinfo/si0057.php?__ksinr=2363

2018 Gewerbeflächen-Bestandsanalyse (Vorlage Nr. 091/18)
Ergebnis: Kaum noch Gewerbeflächen in Offenburg verfügbar
? April 2022 Gewerbeflächen-Potentialanalyse mit Prüfung von 17 Flächen
(Vorlage Nr. 009/22)
Empfehlung: Flächenentwicklung im Bereich Gewerbepark Raum Offenburg,
Prüfung einer Einbeziehung von Flächen des Sonderlandeplatzes
? Januar 2023 Beratung zur Verwaltungsempfehlung einer Aufgabe des
Sonderlandeplatzes zur Ermöglichung einer Gewerbeflächenentwicklung
(Vorlage Nr. 179/22)
? April 2023 Gemeinderatsklausur zur Gewerbeflächenentwicklung
Gemeinderatsklausur am 22.04.2023
Angehörte Interessengruppen:
? Fliegergruppe Offenburg, Hagelabwehr Ortenau e.V., BI Pro Flugplatz
? Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Hochschule Offenburg
? Umweltverbände BUND und NABU
? Bürgervereine der Stadtteile Hildboltsweier und UffhofenFliegergruppe Offenburg, Hagelabwehr Ortenau e.V., BI Pro Flugplatz:
? sprechen sich für den Erhalt des Sonderlandesplatzes aus
? Verweis auf funktionierende und etablierte Vereinsstrukturen
? Erfolge im Luftsport
? Jugendarbeit als Grundlage für eine mögliche spätere Berufswahl im
Luftfahrtbereich, Eigenbau von Flugzeugen durch Mitglieder
? Besondere Eignung des Sonderlandeplatzes in Offenburg für die Hagelabwehr
? ökologische Wertigkeit der Flächen trotz FlugbetriebGrundsätzliche Zielsetzung für die Gewerbeflächenentwicklung:
? Um den Wirtschaftsstandort Offenburg auch in Zukunft zu sichern und
zukunftsgerecht weiter zu entwickeln, ist zu empfehlen, Möglichkeiten zur künftigen
Gewerbeflächenentwicklung im Sinne einer verantwortungsbewussten
Bedarfsvorsorge planerisch weiter auszuarbeiten.

Grundsätzliche Zielsetzung für die Gewerbeflächenentwicklung:
? Um den Wirtschaftsstandort Offenburg auch in Zukunft zu sichern und
zukunftsgerecht weiter zu entwickeln, ist zu empfehlen, Möglichkeiten zur künftigen
Gewerbeflächenentwicklung im Sinne einer verantwortungsbewussten
Bedarfsvorsorge planerisch weiter auszuarbeitenEmpfehlung zu nächsten Schritten:
? Entscheidung über die Umsetzung einzelner Abschnitte erst nach der
Fertigstellung des Rahmenplans unter Berücksichtigung der dann bestehenden
Bedarfssituation und der Grundstücksverfügbarkeit.
? Die Nutzung des Sonderlandeplatzes soll aufrechterhalten werden, so lange
der Planungsprozess läuft und die Aufgabe nicht zwingend erforderlich ist.Empfehlung zu nächsten Schritten (Zusammenfassung):
? Planungen im Bereich Königswaldfeld zu einem Rahmenplan vertiefen
? Beteiligung der Öffentlichkeit,
Abstimmung mit Nachbargemeinden
? Entscheidung über eine Umsetzung
einzelner Abschnitte erst im Anschluss
? Bis dahin Aufrechterhaltung der
Nutzung des Sonderlandeplatzes
? Innenentwicklung in bestehenden
Gewerbegebieten vorantreibenimg-20231006-wa00081

Gibt es einen Aufschub für den Offenburger Flugplatz ?

Rolf Leonhardt am 30. September 2023 um 10:52
Die Stadtverwaltung hat die Ergebnisse der Gemeinderatsklausur ausgewertet. In der Sitzung am 9. Oktober wird es erneut um den Flugplatz gehen. Ein Verwaltungsvorschlag überrascht.

In der Gemeinderatssitzung am Montag, 9. Oktober, um 17 Uhr im Salmen wird es wieder um die Zukunft des Flugplatzes gehen. Bereits jetzt ist eine Vorlage der Stadtverwaltung mit einem Beschlussantrag im Internet abrufbar. Wie daraus hervorgeht, ist die Stadt vom Vorhaben, den Flugplatz möglichst bald zugunsten von Gewerbeflächen aufzugeben, abgerückt.

Man wolle zwar auch in Zukunft Flächen für die Weiterentwicklung des Oberzentrums suchen und die Konzeptskizze zu einem städtebaulich-freiraumplanerischen Rahmenplan weiterentwickeln. Unter Punkt 8 des Beschlussantrags steht aber: “Die Nutzung des Sonderlandeplatzes soll aufrechterhalten werden, so lange der Planungsprozess läuft und die Aufgabe nicht zwingend erforderlich ist.”

Wie die Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtplanung und Baurecht in der Vorlage erläutern, hat der Gemeinderat wiederholt zur künftigen Gewerbeflächenentwicklung in Offenburg beraten. Die Verwaltung habe dabei eine Gewerbeflächenentwicklung auf dem heutigen Sonderlandeplatzareal empfohlen. In der Gemeinderatsklausur am 22. April seien die Interessensgruppen angehört worden. Nun habe die Verwaltung die Ergebnisse ausgewertet.

In der Gemeinderatsklausur habe die Fliegergruppe sich wegen der funktionierenden Vereinsstrukturen und der ökologischen Wertigkeit des Flugplatzes für den Erhalt des Sonderlandesplatzes ausgesprochen, ebenso wie die Hagelabwehr Ortenau und Vertreter der BI Pro Flugplatz.

Arbeitsplätze?

Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon und Hochschuldirektor Stephan Trahasch seien gehört worden. Sie betonten die Bedeutung der heimischen Wirtschaft für den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen, von der die Hochschule erheblich profitiere. BUND und Nabu wiederum, die ebenfalls zu Wort kamen, verwiesen auf Flächenverbrauch und Rückgang der Biodiversität.

Folgen die Räte in der Sitzung am 9. Oktober der Vorlage, kann die bisherige Nutzung des Sonderlandeplatzes während des Planungsprozesses zunächst aufrechterhalten werden. Weiterhin sieht die erste Entwicklungsphase allerdings vor, rund 5,5 Hektar im Bereich Am Flugplatz Nord auf Offenburger Gemarkung zu prüfen.

Es wird auch von Seiten der Stadt in der Vorlage darauf hingewiesen, dass “in den Bereichen I und II die Möglichkeit einer baulichen Entwicklung bei weiterlaufendem Betrieb des Sonderlandeplatzes in heutigem Umfang nicht gegeben ist. Auch bei einem Umbau des Flugplatzes (zum Beispiel Verkürzung der Landebahn, Verlegung der Schwelle) bestünde auf Grund weiterhin bestehender Höhenbeschränkungen nur ein sehr begrenztes Entwicklungspotential”. Die Aufgabe des Flugplatzes ist also offensichtlich noch nicht vom Tisch.

Offenburger Tageblatt 30.09.23 Ines Reinhardt

Pressebericht an die Tageszeitungen Offenburger Tageblatt und Bad.Zeitung

Rolf Leonhardt am 26. September 2023 um 20:21
Sehr geehrte Redaktion
ich bitte um Veröffentlichung meines Presseberichtes.
Nur gemeinsam sind wir stark, so könnte man die zweitägigen Flugtage 23.-24. Sept. der Offenburger Fliegergruppe nennen. Hunderte Offenburger und Besucher aus dem stadtnahen Umland strömten an den geschichtsträchtigen ehemaligen Verkehrslandeplatz des Oberzentrums Offenburg. Allerdings hatten sich nur zwei Stadträte die Mühe gemacht, den Tag dem jetzigen Sonderlandeplatz zu widmen und sich einer Diskussion zu stellen.
75 Jahre Fliegergruppe, 112 Jahre Flugplatz, 20 Jahre Bi Pro Flugplatz Offenburg, die Offenburger halfen der Fliegergruppe und der BI Pro Flugplatz Offenburg mit ihrer Unterschriften- Flut, die Petition an die Stadtverwaltung und den Offenburger Gemeinderat ” Erhalt des Flugplatzes” schriftlich und online zu bekräftigen und zeigten in Gesprächen ein völliges Unverständnis gegenüber der Stadtverwaltung, den Flugplatz in seiner kompletten Größe in naher Zukunft in einen Gewerbepark umzuwandeln. An solchen Tagen zeigte sich auch, wie beliebt der Offenburger Flugplatz ist und welchen Stellenwert er in der Bevölkerung hat. Mit Kind und Kegel strömten die Offenburger am Samstag und Sonntag bei schönstem Flugwetter an das Flugfeld und ließen sich bei einem Rundflug die Ortenau von oben zeigen. Cafe, Kuchen, Würste und Steaks waren beliebtes Beiwerk.
Das Flugplatz -Areal ist gekennzeichnet durch einen großen Freizeitwert ( Ausflugsziel ) durch erlebbare Technik durch den Flugbetrieb ( Piloten – Ausbildung, Fliegerfeste-Rundflüge) das Areal bietet eine Reservefläche, die es so nicht wieder in Offenburg gibt ( z.B. Open-Air
Veranstaltungen, Erholungs Charakter.)
Deshalb wehren sich viele Bürger gegen dieses Projekt, weil der Flächenfraß auf der Offenburger Gemarkung trotz Landesverordnungen weiterhin ungehindert fortschreitet.
Der Widerstand gegen die Umwandlung des Flugplatzareals begründet sich insbesondere, weil dem Bürger ein liebgewonnener Platz, ein liebgewonnenes Areal , das einen hohen Freizeitwert bietet, das eine Geschichte zu erzählen hat, genommen wird und dafür ein beliebiges, gesichtsloses Gewerbegebiet installiert wird. Die Open Petition ( https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-offenburger-flugfeldes-in-seiner-gesamten-groesse )  unterschrieben bereits in Papierform 1084 sowie online 1246.
mit freundlichen Grüßen
BI pro Flugplatz Offenburg

Rolf Leonhardt

Sommerinterview von Oberbürgermeister M. Steffens

Rolf Leonhardt am 9. September 2023 um 10:39
Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Mitglieder der  Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg haben das im Offenburger Tageblatt abgedruckteflugplatzsued_gewerbegebiet2 mit Besorgnis gelesen.
Zitat: OB Steffens:

Ob heiß oder nicht heiß, ich stelle mich den Themen beziehungsweise ich greife die Themen auf, wo ich glaube, dass es wichtig ist, in einer perspektivischen Betrachtung für diese Stadt zu handeln. Wir haben zum Glück in Deutschland eine starke Wirtschaft. Das ist auch der Grund, weshalb wir in diesem Wohlstand leben können. Aber diese starke Wirtschaft ist am Hüsteln. Wenn wir gegenüber anderen Regionen dieser Welt wettbewerbsfähig bleiben wollen, dann brauchen Unternehmen auch Möglichkeiten. Es ist wunderbar, dass circa 200 flugbegeisterte Menschen auf knapp 35 Hektar ihrem Hobby nachgehen können. Aber Offenburg ist Wirtschaft und wir können ohne Wirtschaft keine soziale Stadt sein. Und ohne soziale Stadt können wir die großen gesellschaftlichen Integrationsaufgaben, die wir haben, nicht stemmen. Das eine bedingt vieles andere.

In diesem Interview bezieht er sich besonders auf die 200 flugbegeisterten Menschen.  Anscheinend möchte Herr Steffens nicht verstehen, dass es der Initiative um den Erhalt der Infrastruktur Flugplatz geht und nicht um einen Verein. Natürlich kann der Verein den Flugplatz bewirtschaften.

Herr OB Steffens verdreht die Definition von “gemeinnützig”:
Das Gelände für einen Dumpingpreis an ein paar von Ihm begünstigte
Unternehmer zur Gewinnerzielung zu überlassen, ist nach seiner
Argumentation gemeinnütziger, als ein als gemeinnützig anerkannter Verein.
Die Unternehmer “optimieren” dann auf dem neuen günstigen Gelände ihren
Produktionsprozess, was in der Regel Automatisierung und
Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen bedeutet. Danach verkaufen die
Unternehmer ihr ehemaliges Firmengrundstück für ein Mehrfaches am
Quadratmeterpreis privat und mit Gewinn.
Hier sollen einige wenige Privilegierte begünstigt werden,
unter dem Vorwand von “Gemeinnützigkeit”.
Kein Wunder, dass Herr Steffens mit den Namen der Firmen zurückhaltend ist.
Es gibt noch genug Grundstücke auf Offenburger Gemarkung, nur nicht zu
Dumpingpreisen, weil nicht im Besitz der Stadt.

Die BI Pro Flugplatz Offenburg könnte sich vorstellen, den Flugplatz für die nächsten fünf Jahre einem Probelauf zu unterziehen. Das könnte bedeuten, dass der Verein Fliegergruppe Offenburg mit Unterstützung des Wirtschaftsförderers der Stadt Offenburg  den Flugplatz bewirtschaftet,

Flugplatz Typisch sind dabei:

  • Versorgungs-, Entwicklungs- und Werftbetriebe
  • Trainings- und Simulationszentren
  • Avionik- und Dienstleistungsunternehmen
  • und natürlich auch Luftsportvereine

Der Status Sonderlandeplatz bleibt bestehen, die Fliegergruppe regelt den Flugbetrieb. Das geplante Gewerbegebiet könnte zukunftsweisend neben dem Landeplatz eingebunden werden. Auch Infrastruktur und Verkehrsanbindung geben dem Offenburger Flugplatz, der sehr nahe am Zentrum der Region liegt, für Kleinflugzeuge die besseren Chancen. Der kleine und mittlere Geschäftsverkehr hat das Potential, sich wirtschaftlich zu tragen. Sonst hätte er sich nicht in Offenburg, trotz aller Widrigkeiten, auf dem ehemaligen Verkehrslandeplatz bis 1996 halten können. Von Offenburg aus sind fast alle europäischen Wirtschaftszentren in ein bis zwei Flugstunden erreichbar. Offenburg ist eine überregionale Dienstleistungsmetropole. Sie ist Einkaufs- und internationale Messestadt. Für Offenburg zählen nicht nur die Arbeitsplätze, die der Flugplatz selbst hat, sondern auch die, die an ihm hängen. Die Relation der direkten und indirekten Arbeitsplätze eines Flugplatzes wird im Allgemeinen mit 1/3 zu 2/3 beziffert. D.h. Zu den 30 Arbeitsplätzen am Flugplatz kommen noch einmal 90 außerhalb hinzu.

Als Strukturelement hat der Flugplatz eine wirtschaftsfördernde Funktion für die Stadt Offenburg und die Region. Er ist ein Standort Kapital, das nicht leichtfertig verspielt werden darf. Woran es in der Region zur Schaffung von Arbeitsplätzen mangelt, sind nicht Gewerbeflächen sondern Wachstumsbranchen. Eine Gewerbefläche, die nur Arbeitsplätze von anderer Stelle verlagert, bringt für die Region nichts. Benötigt werden Wirtschaftsbereiche, die aus sich selbst heraus Arbeitsplatzpotential besitzen.

270 Unterschriften Offenburger Bürger haben schriftlich den Erhalt bekundet, sowie Stand 09.09.2023 haben 981 die openpetition unterschrieben.     ( 8251 Stimmen beinhaltet die Unterschriften 2004 )

Diese Option ” Erhalt der Flugplatzes Offenburg ” sollte man nicht aus der Hand geben. Damit wäre auch das ökologische Gleichgewicht vor der Stadt wiederhergestellt, zumal durch den geplanten Zubringer Natur und Erholung unwiederbringlich zerstört würden.

Vielleicht könnten sich die Räte auf diesen Vorschlag einigen.


mit freundlichen Grüßen


Rolf Leonhardt

Klaus Binkert, Herr Patsch, Herta Monika Patti, Otmar Müller, Joe Just, Franco Patti, Herr Wurm, Udo Schröpf, Stefan Dittrich, Gottfried Dittrich, Daniel Zimmermann, Tom Fautz, Manuela Fautz, Edwin Hahn, Brigitte Hahn,

und andere….gesamt 261 Mitglieder






Zeitungsartikel 3. Ausgabe Ortenauer Kreisblättle

Rolf Leonhardt am 14. August 2023 um 18:10

Pro Flugplatz Offenburg

Seit 2003 engagiert sich die Initiative „Pro Flugplatz Offenburg“ für den Erhalt des Flugplatzes und des angrenzenden Naherholungsgebietes. Schon einmal stand der Flugplatz auf der Tagesordnung des Gemeinderates, und die damaligen Umstrukturierungspläne erregten die Gemüter der Bürger. Der Sprecher der Initiative, Rolf Leonhardt, erinnert sich, gemeinsam mit seinen 23 Mitstreitern, mehr als 7000 Unterschriften gesammelt zu haben. Jahre später erscheint folgendes Szenario: Der neue OB Marco Steffens bringt abermals die Umwandlung des Flugplatzes in Gewerbefläche ins Spiel.

Wieder regt sich Widerstand, und die Menschen, die damals aktiv wurden, treten ein erneutes Mal in die Öffentlichkeit, um die städtischen Planungen abzuwehren. Zusammen mit der Fliegergruppe Offenburg setzt sich die BI „Pro Flugplatz Offenburg“ für den Erhalt des Flugplatzes und Naturgebietes ein. Seit mehr als 100 Jahren dient dieser ehem. Verkehrslandeplatz Motor- oder Segelfliegern als wichtige Start- und Landebahn, ein Gelände, das vom Fliegerverein genutzt und gepflegt wird. Nicht nur sportliche Aktivitäten seien dort zu finden, auch die Natur habe über die Jahrzehnte eine Pflanzen- und Artenvielfalt entwickelt, die schützenswert sei, so Herbert Patsch, der Sprecher der Fliegergruppe Offenburg. Von Seiten der Stadt und der Fliegergruppe wurde ein Öko-Gutachten in Auftrag gegeben. „Erste Ergebnisse zeigen, dass es sich um ein wertvolles Gelände handelt, das wir da haben. Wir sehen immer noch die Chance, dass der Flugplatz erhalten werden kann.“ Auf ihrer Seite der Fliegerfreunde Offenburg liest man Folgendes: „Durch das langjährige Mähkonzept hat sich auf den größten Flächen des Flugplatzes eine mehrjährige Blumenwiese mit verschiedenen Bereichen entwickelt. Auf dem extensiv bewirtschafteten Gelände wurden nie Dünger oder Pflanzenschutzmittel aufgebracht. Ohne Menschen und Hunde können sich hier auf einer mehrjährigen Blühwiese Pflanzen und Tiere ungestört entwickeln. Zusammen mit dem Königswaldsee und dem Mooswald bildet der Flugplatz ein Biosphären-Reservat für eine Vielzahl von Tieren, insbesondere Insekten, die in der umliegenden Agrarlandschaft trotz Bio-Musterregion Ortenau keinen passenden Lebensraum mehr finden.“ Rolf Leonhardt führt noch einen anderen wichtigen Grund auf: Der Flugplatz Offenburg ist eine wichtige Infrastruktur der Stadt und ein geschichtsträchtiger Ort, der erhalten bleiben solle. Ein Ausweichen der Fliegerfreunde nach Lahr sei nicht erwünscht. Der Motorsport, so die Fliegerfreunde, sei im Einklang mit den natürlich gewachsenen Gegebenheiten. Ein Gewerbegebiet würde auch für die umliegenden Anwohner, einschließlich des Gefängnisses große Beeinträchtigungen mit sich bringen. Auch seien Teile des Flugplatzes einst als Ausgleichsfläche für längst bebaute Flächen ausgewiesen worden. Aktuell sei niemand darüber informiert, welche Art von Gewerbe die Stadt dort ansiedeln wolle, so der Tenor aus Gemeinderatskreisen. Alle Beteiligten kritisierten, weshalb die Stadt Offenburg nicht andere freie Flächen für Gewerbe in Betracht ziehe, welche durchaus vorhanden wären und einen geringeren Eingriff darstellen würden.

Mehr Infos unter:

http://www.proflog.de

Zur Petition:

www.bo.de/3xW

BI Pro Flugplatz und Fliegergruppe haben aber noch nicht aufgegeben.

Rolf Leonhardt am 7. Juli 2023 um 12:58

Noch ist das letzte Wort in Sachen Flugplatz nicht gesprochen. Anfang des Jahres waren die Wogen hochgekocht. Immerhin steht unter anderem für die Offenburger Fliegergruppe die Existenz auf dem Spiel, sollte der Sonderflugplatz – wie es sich die Stadtverwaltung wünscht – nach mehr als 100 Jahren zugunsten eines Gewerbegebiets aufgegeben werden.

Im Eiltempo wurde das Thema im Januar in Haupt- und Bauausschuss sowie den Gemeinderat (2. Februar) eingebracht. Auf Druck der Stadträte und verschiedener aktiver Bürgerinitiativen und Gruppierungen wurde die Causa Flugplatz aber schließlich vertagt. Eine Klausur sollte mehr Klarheit bringen, brachte aber keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Ergebnisse wurden offiziell keine veröffentlicht. Seither war es still um den Flugplatz, andere Themen liefen der Debatte den Rang ab.

Keine neuen Termine

Das hat auch Herbert Patsch, Vorsitzender der Offenburger Fliegergruppe, bemerkt. „Wir sind nach wie vor dran und wollen um den Flugplatz kämpfen“, stellt er klar. Bei der Stadtverwaltung würde unter anderem durch die Baum-Debatte viel Arbeitspotenzial gebunden. „Wir sind im Gespräch, haben aber noch keine konkreten weiteren Termine von der Stadt erhalten“, sagt der Vorsitzende.

Die Hoffnung des Vereins liege derzeit auf dem von Stadt und Fliegergruppe in Auftrag gegebenen Öko-Gutachten. „Erste Ergebnisse zeigen, dass es sich um ein wertvolles Gelände handelt, das wir da haben“, sagt Patsch zum 25,4 Hektar großen Flugplatz-Areal. „Wir sehen immer noch die Chance, dass der Flugplatz erhalten werden kann.“ Die endgültige Abstimmung stehe immerhin noch aus. Vor den Sommerferien erwarte die Fliegergruppe aber keine großen Entscheidungen mehr.

Bürgerentscheid?

Neuigkeiten hat er aber dennoch parat. Zusammen mit der BI Pro Flugplatz und ihrem Sprecher Rolf Leonhardt hat die Fliegergruppe – nach einer Unterschriftenaktion in der Innenstadt – nun inspiriert von „Baum-Anwalt“ Ralf Fröhlich zusätzlich eine Online-Petition gestartet. 477 Unterzeichner (Stand Donnerstagnachmittag) machen sich bisher auf der Internetseite für den Erhalt des Flugplatzes stark. Argumente für den Erhalt sind Natur- und Umweltschutzgründe, flugaffine Gewerbe, die Heimat der Fliegergruppe sowie die Offenburger Infrastruktur und Verkehrsanbindung. Informiert wird auch darüber, dass die Stadt sich vor der Entscheidung nochmal intern mit den Interessengruppen an einen Tisch setzen wolle.

Rolf Leonhardt hofft zudem, dass sich die Stadträte doch noch für einen Bürger­entscheid aussprechen. „Es geht doch darum, was die Bürger wollen“, findet er. Er macht nochmals deutlich, dass sich die Offenburger mit ihrem geschichtsträchtigen Flugplatz identifizieren. Es gebe dort einen großen Freizeitwert, und große Veranstaltungen wie Festivals und Konzerte könnten dort stattfinden. Er befürchtet, dass das alles nur für Geld aufgegeben wird.

Die Petition findet sich unter:

www.bo.de/3xW

Lackiert in der Lackierwerft Konprecht

Lackiert in der Lackierwerft Konprecht