Flächenkonkurrenz

Rolf Leonhardt am 11. Februar 2026 um 12:18

115 Jahre alter Flugplatz vor dem Aus: Einer der ältesten Deutschlands | Regional Bildzeitung vom 09.2.2026

Rolf Leonhardt am 9. Februar 2026 um 13:21

Laura Meinfelder

Offenburg (Baden-Württemberg) – Ein Stück deutsche Luftfahrtgeschichte steht vor dem Aus. Wo seit Generationen Motoren dröhnen und Propeller kreisen, könnten schon bald Betonhallen und Asphalt dominieren. Einer der ältesten Flugplätze Deutschlands soll verschwinden.

Mehr als 115 Jahre lang starteten und landeten hier Flugzeuge. Jetzt steht die rund 25 Hektar große Fläche vor einer Schicksalsfrage. Wie das Fachportal aeroTELEGRAPH berichtet, plant die Stadt Offenburg, den traditionsreichen Flugplatz in ein Gewerbegebiet umzuwandeln.

Ein Flieger kurz vor der Landung auf dem Flugplatz Offenburg, 1989
Ein Flieger kurz vor der Landung auf dem Flugplatz Offenburg, 1989Foto: Peter Nath/Wikipedia/Creative Commons 3.0 License

Wann die Entscheidung fällt

Der Bürgerentscheid ist zeitgleich mit der Wahl des baden-württembergischen Landtags am 8. März angesetzt. Dann fällt die Entscheidung über die Zukunft des Geländes. Die Stadtverwaltung will das Areal umwidmen, um neue Flächen für Unternehmen zu schaffen. Hintergrund sei der akute Platzmangel in Offenburg. Die vorhandenen Gewerbeflächen würden nicht ausreichen, wodurch Abwanderungen und verpasste Entwicklungschancen drohen, so die Begründung aus dem Rathaus.

Derzeit wird der Flugplatz von rund 180 aktiven Mitgliedern genutzt
Derzeit wird der Flugplatz von rund 180 aktiven Mitgliedern genutzt Foto: Stadt Offenburg

Das sagen die Betreiber

Betrieben wird der Platz von der Fliegergruppe Offenburg, die ihn für Sport- und Hobbyflüge nutzt. Die Piloten sind entsetzt: Mit dem Wegfall des Standortes würde auch ihr Verein faktisch zerbrechen – die 180 aktiven Mitglieder müssten sich auf verschiedene Flugplätze verstreuen. Cynthia Huber (38), Sprecherin der Fliegergruppe Offenburg e.V. zu BILD: „Der Flugplatz ist mehr als Fliegen, da muss man mal näher hinschauen. Fliegen, Natur und Ehrenamt gehen hier Hand in Hand. Das ist auch ein Ort mit Historie. Er dient auch der Öffentlichkeit.“

Umweltschützer warnen

Gegen die Pläne der Stadt formiert sich Widerstand. Umweltschützer von BUND und NABU sowie die Bürgerinitiative „Pro Flugplatz Offenburg“ warnen vor Flächenversiegelung und sehen im Gelände rund um die Landepiste einen wichtigen Rückzugsraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Auf großen Teilen des Flugplatzes hätte sich durch ein spezielles Mähkonzept über Jahre ein artenreiches Biotop entwickelt.

Was passiert mit den Flugzeugen?

Der Flugplatz wurde Mitte der 90er-Jahre vom Verkehrslandeplatz zu einem Sonderlandeplatz zurückgestuft. Zugelassen sind Motorflugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Trikes. Laut aeroTELEGRAPH zählt er zu den ältesten Flugplätzen Deutschlands. Auch zwei Hagelflieger haben hier ihre Basis – sie müssten sich einen neuen Standort suchen, berichtet der Stadtanzeiger Ortenau. Ein etwa 15 Kilometer entfernter Flugplatz komme dafür jedoch nicht infrage.

Sonderlandeplatz !!!

Rolf Leonhardt am 8. Februar 2026 um 11:25

Sehr geehrter Herr Feuerlein,

in ihren 20 minütigen Reden und Powerpoint Präsentationen In Uffhofen und Hildboltsweier reden Sie über die derzeitige Nutzung des Offenburger Flugplatzes. Somit sollte sie Herr Feuerlein auch ehrlicherweise der Öffentlichkeit erklären, weshalb 2024 nur ein und 2025 kein Geschäftsflug stattgefunden hat.

Systematisch wurde seit 1996 als der Verkehrslandeplatz zum Sonderlandeplatz abgewertet wurde, Fremdlandungen unterbunden. Auch die beiden Flugwerften, allen voran die Fa. Konprecht, die einen internationalen Ruf hatten, wurde nachdem Herr Konprecht aus Altersgründen in Rente ging, an keinen Nachfolger vergeben, obwohl potenzielle Firmen den Betrieb übernehmen wollten.

Neuer Rettungshubschrauber in Lahr oder Offenburg?

 Auch dies war im  Im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens 2022  für den Betrieb einer neuen Luftrettungsstation ob Lahr oder Offenburg, eines der zentralen Themen. Auch dies haben Sie in keinster Weise erwähnt, obwohl Offenburg durch den Leerstand der Burdahalle die besseren Voraussetzungen hatte.

Der gewerbliche Luftverkehr beschränkte somit auf, durch einen Pacht- Knebelvertrag mit der Fliegergruppe Offenburg fortan im Rahmen der Sondergenehmigungen auf Flüge der Firma Burda und ortsansässiger luftfahrttechnischer Betriebe, so zum Beispiel der Flugzeuglackierer Werft Konprecht. Somit konnte sich in den letzten Jahren überhaupt kein regulärer Flugbetrieb mehr entwickeln.

Somit erzeugen sie bei ihren Reden ein falsches Bild gegenüber ihren Zuhörern. Da man auch seitens der Verwaltung keinerlei Interesse an diesem Flugplatz mehr hat und dieser auch nicht gewinnbringend erhalten werden kann, sollte man dies auch öffentlich vermitteln.

Ich würde mir wünschen,bei der letzten großen Veranstaltung in der Oberrheinhalle am 08. März 26 diese Präsentation “ Auswirkung der Planung- Flugbetrieb “ zu ändern.

mit freundlichen Grüßen

Rolf Leonhardt

BI Pro Flugplatz Offenburg

Rolf Leonhardt: Offenburgs letztes Tafelsilber steht auf dem Spiel

Rolf Leonhardt am 5. Februar 2026 um 11:45

Hintergrund

Rolf Leonhardt ist eine der Speerspitzen im Kampf für den Erhalt des Offenburger Flugplatzes. Sein Einsatz begann im Jahr 2000, als er in den „Bumerang“ eingezogen ist. „Ich konnte von der dortigen Penthouse-Wohnung wunderbar auf das Flugplatz-Areal sehen, und es wollte mir nicht in den Kopf gehen, wieso die Stadt diese wunderbare Infrastruktur zunichtemachen will“, erzählt er. Der 76-Jährige begann Gespräche mit Fliegern, Vertretern der Firmen am Flugplatz und Flugfreunden zu führen und gründete seine Bürgerinitiative Pro Flugplatz Offenburg (www.proflog.de). Er startete eine Unterschriftensammlung und bekam rund 7000 Unterschriften von Offenburgern für den Erhalt zusammen. 

Aktuell läuft eine weitere „Open Petition“, an der sich rund 4200 Menschen, auch über Offenburg hinaus, beteiligt hätten. Insgesamt habe er somit mehr als 11.000 Unterschriften für den Erhalt des Flugplatzes zusammenbekommen.

„Ich bin gebürtiger Offenburger und sehe in den letzten 20, 30 Jahren die ganzen Fehlentscheidungen in Offenburg“, begründet Leonhardt seinen Einsatz für den Flugplatz, dessen Wegfall er für einen Fehler hält. Er sei übrigens nicht gegen ein Gewerbegebiet, merkt er an. Nur müsse man dieses eben mit dem Erhalt des Flugplatzes verbinden: „Machbar ist alles, wenn man etwas Wille zeigt.“

Es ärgert ihn, dass der OB „das letzte Tafelsilber der Stadt Offenburg verkaufen will“. So manches Argument, das dafür vorgebracht wird, gefällt ihm nicht: „Ein umweltfreundliches Gewerbegebiet gibt es in 100 Jahren nicht.“ Von einem Flugplatz mit grünem Erlebnispark hätten hingegen alle etwas.

Dass am 8. März ein Bürgerentscheid stattfindet, wertet der 76-Jährige als „Etappensieg“. Er selbst habe diesen Vorschlag über die Freien Bürger Offenburg (FBO) eingebracht und freue sich, dass OB Steffens dies aufgegriffen habe. „Es ist wichtig, dass der Bürger die Entscheidung trifft“, betont er. Und wie geht es aus? „Die Chancen stehen 50:50“, rechnet er mit einem knappen Ausgang. ?cw

Offenburg informiert Bürger zum Bürgerentscheid über mögliches Gewerbegebiet auf dem Flugplatz

Rolf Leonhardt am 4. Februar 2026 um 06:44

War es die zeitgleiche Übertragung des EM-Halbfinalspieles der deutschen Handballnationalmannschaft gegen Kroatien oder mangelndes Interesse der Bürger aus dem Stadtteil Uffhofen? Der Besucherandrang an der Informationsveranstaltung der Stadt Offenburg im Rahmen des Bürgerentscheides über die Zukunft des Sonderlandeplatzes (Flugplatz) war überschaubar. Es geht um die Frage, ob die Fläche, die seit rund 100 Jahren von den Offenburger Fliegern genutzt wird, in ein Gewerbegebiet umgewandelt wird. „Enttäuschend“, so die Reaktion eines Besuchers im Gespräch, „nach den zahlreichen Leserbriefen und dem großen öffentlichen Interesse zum Thema, war ein vollbesetztes Haus zu erwarten.“

Die Veranstaltung am Freitag war der Auftakt der Informationen für die Bewohnerinnen und Bewohner der an das geplante Gewerbegebiet angrenzenden Stadtteile. Zunächst war nun Uffhofen dran; die Hildboltsweier sind auf den 5. Februar eingeladen. Eine zentrale Infoveranstaltung findet am 27. Februar in der Oberrheinhalle statt.

„Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes (Flugplatz) zu einem Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?“ Über diese Frage dürfen die Bürger am 8. März, parallel zur Landtagswahl, entscheiden. Der Ausgang des Bürgerentscheides entspricht der Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses. Der Bedeutung, Brisanz und des hohen Aufklärungsbedarfs wegen war die gesamte Stadtspitze mit OB Marco Steffens und den beiden Bürgermeistern Oliver Martini und Hans-Peter Kopp erschienen. Begleitet wurden sie von den zuständigen Führungskräften und Mitarbeitern der Abteilungen Zentrale Steuerung, Wirtschaft und Stadtentwicklung, Stadtplanung und Baurecht sowie Tiefbau und Verkehr. Auch dank einer umsichtigen Moderation eines externen Büros blieb der Informationsgehalt hoch und der Umgang der widerstrebende Interessen vertretenden Parteien fair.

Keine Logistikunternehmen, sondern ein „grünes Gewerbegebiet“

Stadtplaner Leon Feuerlein stellte in einem Impulsreferat den aktuellen Sachstand und auch neue Ergebnisse aus Untersuchungen zu städtebaulichen und umweltrelevanten Themen vor. Feuerlein ging eingangs auf den Mangel an Gewerbeflächen in Offenburg ein. Er trat Bedenken entgegen, es könnten im geplanten Gewerbegebiet Betriebe mit geringer Wertschöpfung angesiedelt werden: Einen Gewerbepark – viele in der Bevölkerung haben hier Gengenbach entlang der Kinzig vor Augen – werde es nicht geben. „Es werden im vorgesehenen Gewerbeareal keine Logistikunternehmen oder solche mit emittierenden Einflüssen angesiedelt. Der Zweckverband Gewerbepark Raum Offenburg entscheidet, an wen verkauft wird“, verwies Feuerlein auf das entscheidende Gremium. Es solle ein Areal mit vielen Bäumen, ein grün gestaltetes Gewerbegebiet werden.

Negative klimatische Einflüsse, wie der Verlust der wertvollen Windeinflüsse des Kinzigtälers, seien durch ein neues Gutachten von wissenschaftlicher Seite ausgeräumt. Der Kinzigtäler Wind komme von Südosten und werde durch das Gewerbegebiet nicht beeinträchtigt. Positive Klimaeffekte und Erholungsfunktionen von Königswald und Königswaldsee, als Beispiel, würden nicht beeinträchtigt. Acht Hektar des über 25 Hektar großen Areales bleiben Magerwiesen und damit als ökologisch wertvolle Fläche erhalten. Über Ausgleichsmaßnahmen würden Eingriffe kompensiert. Die versiegelte Landebahn werde in den acht Hektar renaturiert.

Das Thema Flugbetrieb und der Weiterbestand der 200 Mitglieder zählenden Fliegergruppe Offenburg werde ein zentraler Punkt in der Umsetzung des Gewerbeprojektes. Denn: „Es wird im Falle Gewerbepark keinen Flugbetrieb mehr geben“, so Feuerlein abschließend.

Gewerbegebiet soll Entwicklung von Firmen dienen und somit der Allgemeinheit

Herbert Patsch, 1. Vorsitzender Fliegergruppe Offenburg bekräftigte im Gespräch, dass es für den Verein mit eigenen acht Flugzeugen keine Alternative zu Offenburg gäbe. „Kein Verein oder Flugplatz in der Umgebung ist aufgrund der Offenburger Gruppengröße in der Lage, uns aufzunehmen.“ Die Existenz des Vereins sei ernsthaft bedroht, betonte Patsch. Patsch und fünf weitere Vertreter von Interessengruppen erörterten in einem jeweils dreiminütigen Statement Pro und Kontra Gewerbepark (siehe Infobox). Die daran anschließende Diskussion war sachlich, emotionsfrei und konstruktiv. Oberbürgermeister Marco Steffens setzte sich mit den vorgebrachten Argumenten und Publikumsfragen auseinander. Der OB resümierte zum Schluss: „Am Ende geht es darum, ob 25 Hektar Fläche in öffentlichem Eigentum einer kleinen Gruppe zur Verfügung stehen oder diese Flächen einer größeren Allgemeinheit dienen.“ Es gehe hier nicht nur um Wachstum, sondern auch um Wohlstand, „den wir erhalten können“. Nachhaltigkeit bedeute auch Innovationskraft im Bereich Ressourcenschonung oder energetischen Fortentwicklungen, „hierzu brauchen unsere Firmen Entwicklungsmöglichkeiten“.

Statements

Petra Rumpel, Geschäftsführerin BUND Umweltzentrum Ortenau: „Wir müssen den Flächenverbrauch reduzieren und den Boden nicht verscherbeln. Auf dem Flugplatzareal stehen auf kleinstem Raum 30 verschiedene, typische Pflanzenarten.“

Axel Fink, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Offenburg-Uffhofen: „Durch B3 oder Rheintalbahn sind wir seit Jahren Belastungen ausgesetzt. Uffhofen darf nicht erneut zum Leidtragenden werden.“

Marco Geiler, Geschäftsführer Firma J. Schneider Elektrotechnik: „Eine Stadt, die sich nicht entwickelt, ist auf Dauer wohlstandsgefährdet. Wir sorgen mit unseren Entwicklungen dafür, dass Strom in die Netze geht, wir haben Wachstum und wollen weiterwachsen.“

Herbert Patsch, Vorsitzender Fliegergruppe Offenburg: „Was wollen wir als Stadt bewahren? Was geben wir auf? Was hier versiegelt wird, ist einer der letzten Freiräume, der verloren geht. Der Sonderlandeplatz dient auch der Hagelabwehr und der Bundespolizei.

Rolf Leonhard, Sprecher der Bürgerinitiative Pro Flugplatz: „Unsere Entscheidung gegen das Gewerbegebiet begründet sich im hohen Flächenverbrauch. Wir haben Gutachten vorliegen, nachdem der Platz ökologisch als wertvoll eingestuft wird.“

Maja Reusch, Geschäftsführerin IG Metall: „Wohlstand entsteht durch innovative Betriebe. Fehlendes Bauland darf kein Grund sein, dass Investitionen von Unternehmen nicht stattfinden können“.

Winfried Köninger Badische Zeitung.

Mo, 2. Feb 2026, 11:30 Uhr
Offenburg



Das Publikumsinteresse an der sehr informativen städtischen Veranstaltung in Uffhofen zum Bürgerentscheid zur Zukunft des Flugplatzes hielt sich in Grenzen. Foto: Winfried Köninger

Die drei Weißen aus Offenburg…

Rolf Leonhardt am 2. Februar 2026 um 15:32

Ja, man kann es kaum fassen, dass die nicht Offenburger drei Weisen aus dem Offenburger Rathaus dem traditionsreichen Flugplatz an den Kragen gehen möchten um das letzte Tafelsilber der Stadt Offenburg versilbern zu wollen. Anscheinend hat der aus Lahr stammende Finanzbürgermeister Herr Kopp trotz lächeln und Finger hoch den Haushaltsplan durchforstet und festgestellt, dass die Schatztruhe  durch die anstehenden Großprojekte wie Bahnhofsvorplatz, LGS, Sportpark, Busbahnhof usw. nicht mehr so schnell gefüllt wird. Deshalb schaut der von Villingen-Schwenigen kommende Marco Steffens zusammen mit Oliver Martini geboren in Menden ( Sauerland )   auch so aggressiv auf die BI Pro Flugplatz und seine Gegner, denn schließlich möchten ein paar seltene Vögel auf dem verwaisten Landeplatz starten und landen. 

Naja, der Bürgerentscheid wird es richten. 

Narri, Narro, Narrenstadt Offenburg

Seit über zwanzig Jahren stehe ich als gebürtiger Offenburger und Nichtflieger zusammen mit Michael Joachim an der Linie des ehemaligen Verkehrslandeplatz Offenburg.

Rolf Leonhardt am 2. Februar 2026 um 12:18

Seit über zwanzig Jahren stehe ich als gebürtiger Offenburger und Nichtflieger und Michael Joachim an der Linie des ehemaligen Verkehrslandeplatz Offenburg.

Mehr als 7000 Menschen aus der Region haben mit ihrer Unterschrift bekundet, dass sie gegen den Bau des Autobahnzubringers und für den Erhalt des Flugplatzes und der ökologisch wertvollen und wunderschönen Landschaft sind.

Eine positive, wirtschaftliche Entwicklung des Raumes Offenburg sollte das Anliegen aller Bewohner einschließlich der Verwaltung sein. Hierzu zählt logischerweise auch das Areal des Offenburger Flugplatzes, über dessen Bedeutung und Notwendigkeit man natürlich unterschiedlicher Meinung sein kann. Das ist legitim.

Dabei kam ein ehemaliger Mitarbeiter der Forst wissenschaftlichen Versuchsanstalt (Ökologie) in Freiburg zur Ansicht, dass der Flugplatz ein Reservat für Tiere und Pflanzen aller Art ist. Nun, die Stadt möchte ihr Tafelsilber veräußern, obwohl um den Flugplatz herum und neben dem Gefängnis Grund und Boden mäßig zur Verfügung stehen würde, aber der Kauf wäre natürlich mit Unkosten verbunden, vorausgesetzt die Eigentümer wollen verkaufen. Auf der anderen Seite stehen für einen unnötigen Sportpark und einer LGS fast 100 Millionen zur Verfügung.

Nun war einer Mitteilung der Bürgerinitiative (BI) Pro Flugplatz Offenburg zu entnehmen, dass in den letzten Jahren an die rd. 76 Arbeitsplätze auf dem Gelände des Flugplatzes durch Schließung bzw. Wegzug der Firmen verloren gegangen waren, eine positive Weiterentwicklung der Firmen wurde berücksichtigt.

Es gibt zunächst keinen Anlass, am Wahrheitsgehalt dieser Meldung zu zweifeln, da gewissenhaft und sorgfältig recherchiert wurde.

Die Ursache dieses Trends findet sich nach Angabe der Betroffenen darin, dass die Stadt Offenburg – sei es aus bösem Willen oder vielleicht auch nur aus Unfähigkeit – eine Vertragssituation für das Gelände geschaffen hat, die kaufmännischen Langzeitplanungen keine Chance einräumt. Und so dümpelt nun der Flugplatz mit einem Pacht- Knebelvertrag… nicht Fisch und nicht Fleisch, in einer sehr unbefriedigenden Form für alle Beteiligten seit Jahren dahin.

Nun will ich ja nicht gleich unterstellen, dies läge nur daran, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung zu sehr mit ihrer eigenen, langfristigen Karriereplanung und weniger mit jener der Stadtentwicklung befasst sind. Richtiger wird wohl sein, dass sie noch nie in die Versuchung kamen oder genötigt waren, nach betriebswirtschaftlichen Zwängen und erfolgsorientiert zu arbeiten, weil sie ja immer nur das Geld anderer Leute ausgeben durften.

So mag es auch zu verstehen sein, dass in dieser Hinsicht Offenburg eine Besonderheit offenbart, nämlich dass hier die Uhren anders herum gehen müssen. Und so wird es auch dem staunenden Leser erklärlich, dass man – wie es scheint – hierorts das Bundesverdienstkreuz erst dann bekommt, wenn man unter anderem mindestens 76 Arbeitsplätze vernichtet hat.

Pro Flugplatz Offenburg hat nachgefragt und aufgedeckt!

Das Umfrageergebnis vom 03.11.2003:

  • Fa. Aerotechnik Avionikwerft 25 Arbeitsplätze
  • Fa. Offenburger Flugdienst Luftbildunternehmen 12 Arbeitsplätze
  • Fa. Burda Werksverkehr-Flugbereitschaft 6 Arbeitsplätze
  • Fa. Konprecht Flugzeuglackierwerft 8 Arbeitsplätze
  • Fa. FFH Flugschule Harter 15 Arbeitsplätze
  • Fa. Flugschule Hezel 5 Arbeitsplätze
  • Fa. Fischer-Flug Luftfahrtunternehmen 2 Arbeitsplätze
  • Fa. Flugwerft Offenburg GmbH 3 Arbeitsplätze

insgesamt: 76 Arbeitsplätze ( 3 Offenburger Flugleiterstellen unberücksichtigt! )

Rolf Leonhardt am 1. Februar 2026 um 12:03

Das jüngst veröffentlichte Schreiben von Unternehmen, IHK Südlicher Oberrhein, IG Metall und der Hochschule Offenburg will den Eindruck erwecken, der Bürgerentscheid zum Flugplatz sei eine Entscheidung zwischen Arbeitsplätzen und ein paar „Privatfliegern, die ihren Traum leben“.Das ist eine grobe Verkürzung – und sie ist gefährlich.

Denn hier geht es nicht um Fliegen. Es geht um eine der letzten großen unversiegelten Flächen Offenburgs, um Biodiversität, Kaltluftentstehung, Klimaanpassung und die Frage, wie lebenswert diese Stadt in 20 oder 30 Jahren noch ist.

Die Behauptung, nur auf dem Flugplatzareal ließen sich ausreichend große Gewerbeflächen realisieren, blendet Alternativen systematisch aus. Im regionalen Zweckverband existieren weiterhin freie Flächen sowie in den bestehenden Gewerbegebieten ungenutzte oder untergenutzte Flächen. Bestandserweiterungen, Nachverdichtung und Flächenrecycling werden zwar genannt, aber nicht konsequent verfolgt.

Stadtteilveranstaltung Uffhofen,

Rolf Leonhardt am 1. Februar 2026 um 11:57

Die STADTTEILVERANSTALTUNG UFFHOFEN in der Mensa der Konrad-Adenauer-Schule, Fr., 30. Januar 2026, 18.15 Uhr, war nach meiner Meinung einseitg und enttäuschend, da nur wenige Bürger aus Uffhofen teilgenommen haben. Die Sprecher der Inititativen Petra Rumpel, Axel Fink, Marco Geiler, Herbert Patsch, Rolf Leonhardt und Maja Rausch, hatten nur drei Minuten Sprechzeit am Mikrofon.

Danach konnten die Bürger an die Sprecher Fragen stellen. Alle Fragen gingen an unseren Oberbürgermeister M. Steffens der selbstredend seine Meinung gegen den Flugplatzerhalt geäußert hat. Herr Geiler von der Firma Schneider erwähnte in seinem Statement, das seine Firma keinerlei Interesse an einer Bebaung auf dem Flugplatzgelände hat. Frau Rausch von der IHK Südlicher Oberrhein, war der Meinung, wie wichtig in der heutigen Zeit Arbeitsplätze vor Ort sind um den sozialen Frieden zu bewahren.

Die nächste Info-Veranstaltung ist am 05.02.2026, 18 Uhr im Jergerheim in Hildboldsweier.

Flugplatzdiskussion

Rolf Leonhardt am 1. Februar 2026 um 11:31

Um die Flugplatz- Diskussion etwas aufzulockern hat mein Freund und Unterstützer Stephan Diitrich die Bilder im Photoshop gebastelt. Nach dem Motto:

In den 1960er Jahren verlief der Wechsel der Hexen vom Besen aufs Flugzeug unbefriedigend, deshalb kann es aus aktuellem Anlass zur Zeit beim Flugplatz zu ungewöhnlichen Flugbewegungen kommen!